Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
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1.64 Hagel.

Schne-theischen verbinden, vnd also Hagel mochen.Nun schwebet aber zu gleicher Zeit der unterste Theilder Wolke in einer warmern Luft; also bewegen sichdessen verdünnte und erwärmte Dünste nach dem köl-kern mittlern Theile in die Höhe, wo sie sich an dieSchneetheilchen, welche die von oben herab fallendenDünste schon Mit einer Eisrinde überzogen haben, eben.falls anhängen, aus welcher schnellen und häufigenVereinigung der von oben und unten nach dem mittlernTheile der Wolke steigenden Dünste, die alle zusammenfrieren, Hagelsteine von außerordentlicher Größe undSchwere entstehen. Denn je dichter eine Wolke ist,aus desto »yehr Dünsten besteht sie. Wenn sich runzwey flüssige Theile derselben mit einem festen zusam-mengefrornen vereinigen: so muß der.Hagel destoschwerer werden, je mehr wässerige und ihrer Wärmeschleunig beraubte Theile an die andern schon erstarre-teu anfrieren.

Da das Aufsteigen der Dünste von unserer Erd.und Wafferkugel aus physikalischen Gründen nothwen«dig ist, so muß es auch beständig wirklich also erfolgen.Dennoch geschieht dieses häufiger in gemäßigten Ge-genden, und in den Frühlings-und Sommer-Mona-then, als in kälteren Gegenden und Jahrsreiren. Da-her findet man auch wirklich in der Erfahrung, daß inbesagten Ländern und Jahrgzeiten außerordentlich gro-ße Hagelsteine zu fallen pflegen.

Man findet Nachrichten von Hagelsteinen ungcmeinerGrösse, wie Hühner» oder Gänse »Eyer, wie eine oder 2 Zau-ste goß, wie Straußeneyer; ja deren Gewicht viele Plundcgewogen haben soll. So hat Nicephorus Callisrus,M.eccles lib. 19, cap. 36, beobachtet, daß nach König AlaricbsEinnahme von Rom, an viele» Orten Hagelsteme, wir Fäustegroß und an 8 Pfund schwer gkfaUen jmd. Siegbcrt er-rät)!,. taß lm ;i Chr. 824, bkv Aiiliiu MDmgund, unter demHagel ein Stück Eis herab gefallen sey , welches 16 Fuß lang,