Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
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Hahn.

Um die Hähne zum Kampf zu reißen, darf manihnen nur ihre heroische Figur in einem Spiegel zn-gen, und sie hernach an einander lassen. So gleichstreifen sie mit ihren gestreckten Flügeln rauschend überden Erdboden hinweg, heben abwechselnd alle Federndes Halses in Form eines steifen Kragens, zugleichaber die Federn des Schwanzes nach Möglichkeit ein-por, fordern sich mit einein feindseligen Kopfnickenzum Kampfauf, und fliegen alsdenn so gegen einan.der, daß es ihnen leicht wird, ihre Schnäbel undKrallen zugleich, als natürliche Waffen, gegen einan-der zu brauchen. Wie jeder Kämpfer kurze Zwische»-Räume zu seiner nöthigen Erhohlung brauchet, so be-dienen sich auch die Hahne dieses Vortheiles, wenn siebis zur Ermüdung auf einander losgebissen, gehacktund gekrallt haben. In diesen Augenblicken der schein-baren Ruhe begeben sie sich, theils aus Mißtrauen,theils aus Begierde zum Streit, nicht ganz aus ihrerwehrhaften Stellung. Sie treten einige Schritte rück-wärts, mit gesenktem Halse und mit Rache drohendenAugen, um bald herrnach einen desto heftigern Angriffthun zu können, und gehen, wenn es zum Streit er-zogene Hähne sind, nicket leicht eher vom Kcrmpsplahehinweg, bis einer von beyden mit seinem Leben gebü-ßet hat (*). Im Betragen des Ueberwinders herrschtalsdenn sichtbarer Stolz und Zufriedenheit. Er istselbst bemüht, seinen Sieg auözuschreyen, und sich inder hochmüthigsten Stellung, als den Sieger imKampfe zu zeigen. Ueberlebt ein kämpfender Hahn

seine

(*) Augustiir beschreibt 'ko. k. Lib. t. de ofdine, diesen Kampfsehr artig: Cum ecce ante fores aducrtiinus gnllos gallinaceosineuntes pugnam nimis äcrem, videbamus in ipsis gailis i nten ‘ta proiedtius capita, inflatas comas, vehementes idtus, cautaseuitationes & in omni motu animalium rationis expertium ni-hil non decorum; postremo legern ipsam victoris, siiperbuincantunv & meinbra in vnum quasi orbem collecta, velut infastum dotninationis,