Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
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Haken Pflug. 239

der Haken durch das Kopswerfen ganz aus der Erdeweicht. Um solchem Unfug zu wehren, ist an dosKehlholz eine kleine Leine gebunden, die auf dem an-dern Ende um den Hakenbaum geschlagen und zuge.bunden wird. Das Kehlholz kann alsdenn nicht soviel nachgeben, und die Ochsen lassen sich durch dasKlemmen der Scheiden, welches alsdenn bey dem Kopf-werfen entsteht, ruhig erhalten.

Es kostet wenig Mühe, einen Ochsen zu bändigen,wenn man zwey gebändigte Ochsen zu Hülfe nehmenkann. Dazu wird ein Joch, worin drey Ochsen nebeneinander ziehen, vorbereirer. Auf der einen Seite istder Jochbaum so viel länger, daß ein Ochs gegen zweyausschieden kann. Man bringt alödenn den ungebän«digten Ochsen in die Mitte, und gewöhnet ihn ohneweitere Umstände zur Arbeit. Ein solches Joch heißtein Dreyjoch. Man kann sich dessen auch in solchemFalle bedienen, wenn die Ackerarbeit für zwey kleineOchsen zu schwer fällt. ,

Wenn es mit dem Haken, mit der Bändigung undAnspannung seine Richtigkeit hat: so erfordert dieOrdnung und Dauer der Arbeit alle Aufmerksamkeitder Landmanneö. Nach der Landesgewohnheit wirdder Haken auf zweyerley Art gebrauchet. Entwederbleiben dieselben Ochsen, welche davor kommen, denganzen Tag über, so lange gearbeitet wird, vor demHaken; oder sie werden durch andere Ochsen täalichabgelöset. Das letzte nennt man Wechselhakeir.Das erste ist am gewöhnlichsten, und es wird damitfolgender Maßen gehalten. Morgens früh zieht derHäker beyde Ochsen aus dem Stalle, oder höhlt sie ausder Weidekoppel, und treibt sie an den Ort hin, wogehaket werden soll. Der Haken selbst mit dem Jocheliegt im Felde, und bleibt beständig daselbst so langeliegen, als er zur Arbeit nöthig ist. Jedoch nimmtder Häker Abends, wenn er von der Arbeit nach Hau-

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