Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
Seite
238
JPEG-Download
 

2Z8 Haken-Pflug.

qet habe. Alsdenn bleiben einige Zwischentage zurRuhe, und die Anspannung geschieht einen oder etlicheTage um einander. Die Arbeitszeit aber müssen dieThiere an denen Tagen, da sie vorgeleget sind, völligaushalten. Wenn solchergestalt diese Thiere u nerhalbeinem Jahre das schwere Joch zu tragen, und die Ar-beit zu verrichten, gewöhnet sind, müssen sie in demfolgenden Jahre, gleich den andern, die Arbeitszeitaushalten. Die Bändigung erfolgt so Fiel leichter,wenn ein ungebändigker Ochs gegen einen gebändigteneingespannet wird. Ost geht eö hiermit so guc vonStatten, daß das unaebändigre Thier sofort dem an-dern gleich, anzieht. Nur fehlt cs dem zugeband-gtenanfänglich daran, daß es nach dem Nahmen nicht hö-ret. Hierzu gewöhnet es sich aber bald. Man legt,in dieser Absicht, die Leine, welche dem Ochsen um denHörnern hangt, Anfangs auch um das Ohr nachherSeite, wo die Leine liegt. Indem der Häker denNahmen deö Ochsen nennet, zieht er die §eir>chnur an.Der Ochs lenkt alsdenn den Kopf nach der ^tiu hin,wohin er sich ganz lenken soll, und sogleich folgt auchder ganze Körper; und sobald dieser sich seicwauslenkt, zieht et x mit dem Joche den andern Ochsen nebensich eben dahin. Mit diesem kleinen Handgriffe wirdder Haken links und rechts regieret. Sind die Ochsenerst daran gewöhnet, so weichen sie, ohne AnziehenderSchnur, bloß bey Nennung des Nahmens, nach derSeite hin, wo der Häker sie hin haben will. MancheOchsen werden durch die Länge der Zeit des Vortheilsinne, daß sie den Haken lüften können, indem sie denKopf etwas in die Höhe werfen. Man wird es nichtselten wahrnehmen, daß sie bey Maulwurfshaustn oberandern unebenen Stellen im Acker, so oft der Hakentiefer, als gewöhnlich, eingreift, den Kops werfen,und sich solchergestalt die Last erleichtern. Sie treibendiese Bewegung aber auch bis zur Unart so weit, daß