Haken-Pflug. 247
Ein anderer Versuch, wobey die zweyte Scheideder Kluftdeichsel durch den kurzen Hakenbaum gestecktwurde, um das Auf-und Niederschlagen derÄeichselzu hindern, gelang ebenfalls nicht. Ganz fest konntedie Deichfel nicht eingeklemmet werden, weil der Hä«ker fönst unvermögend gewesen wäre, den Haken zurSeite zu legen. Der wenige Spielraum, den dieScheide in dem Hakenbaume behielt, verursachte nochinlmer unangenehme Hindernisse.
Am besten gelang der dritte Versuch. Die Kluft«Deichfel wurde verkürzet, und in die Oehsen oderSchlingen eines dem Ochsen umgeschnallten Gurtesgesteckt; Fig. 1161. An statt des zuerst gewähltenJoches, hatte das gewöhnliche Joch, welches den Och»fen beym Ziehen vor dem Wagen, oder beym Egenaufgeleget wird, den Vorzug. Dieses ist leicht, obennach dem Hintertheile des Ochsen zu gekrümmt, undhat außerhalb an beyden Enden zwey Löcher, durchwelche die Stränge, womit der Ochs zieht, gestecktwerden. Bey den vorher gegangenen Versuchen warder Zug an den Vorderenden der Kluftdeichsel ange-bracht; nun aber befand man es für besser, daß dieDeichsel niedriger aufgeleget, und der Zug an einemschicklichern Orte angebracht wurde. Dieses geschahvermittelst der angeschirrten Stränge, deren EndenoberwärtS an dem Joche befestigt, unterwärts aberum die Scheide der Kluftdeichfel geschlagen find.Sie kommen so hoch zu liegen, daß sie weit von demOchsen ab stehen; und es fiel damit die Beforgnißhinweg, daß die Stränge ein Klemmen oder Reibenverursachen möchten. Wenn sie auch naher anlägen,so ist es ganz leicht, ihnen eine bessere Lage zu ge«ben, und zwar durch angebrachte Oehsen, Schleifenoder andere Arten der Befestigung an der Kluft-Deichsel.
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