Hals der Menschen. 285
gewisse Safte bestimmet, sich mehr nach einer Seite des Hai»ses, als nach der andern, zu ziehen, welches den Kops aus eineSeite zu hängen, veranlaßt, ohne daß ihn das Kind nach derandern Seite bewegen kann, oder endlich irgend eine Verrenk-ung verursachet.
Es gibt noch verschiedene andere Mittel, den Halseines Kindes wieder in Ordnung zu bringen. Mannehme z. E. das Kind mit sich in eine Kutsche, undfahre an einem Orte, wo das Gesicht vergnüget wer-den kann. Wenn fein Hals z. E. nach der linken Seitegedrehet ist, so ziehe man das Fenster, welches demKinde zur Linken ist, in die Höhe, und den Vorhangdavor, so daß das Kind, da es von dieser Seite nichtssiehet, genothiget wird, einige Bemühung anzuwen-den, den Kopf nach der andern Seite zu drehen.Diese Bemühung, wenn sie einige Wochen oder Mo.nathe durch, verschiedene Mahl wiederhohlet wird,wird endlich ihre Wirkung thun. Oder, man lasseein Kind an dem Tische neben sich sitzen, und setze sich^an die Seite, wohin es den Kopf nur mit Beschwer-lichkeit drehen kann; man rede eö hieraus oft an, sodaß es antworten, und uns anzusehen sich bemühenmuß. Alan lege etwas, das eö lieb hat, auf seinenTeller, und frage es, ob es davon haben will. . Eswird sehen wollen, was es ist, und sich daher bemühen,denHals nach unfererSeikezu drehen. Wenn man ihm zutrinken bringt, so reiche man es ihm allezeit von dersel>ben Seite. Man stelle, wenn man speiset, allezeiteinen Vogel aus die Seite, gegen welche daö Kind denHals nicht leicht wenden kann. Man kann sich kaumeinbilden, was für einen guten Erfolg diese verschiedene Mittel haben, wenn man beständig damit fortfährt.
Wenn die jetzt vorgeschlagenen Mittel nicht zurei«chend sind, muß man eine Binde von Leinwand etlicheMahl verdoppelt, wie einen Reif, um den Kopf desKindes legen, so daß das übrig bleibende Ende davonauf die aridere derjenigen entgegen stehende Schulter,