286
Hals der Menschen.
wo der Hals hinhänget, falle. Man nehme dieses En.de, und lasse es, nachdem man eö oben mit z oder 4Nadeln angesteckt hat, hinter diese Schulter gehen,und unter der Achsel wieder hervor kommen, und zieheolsdenn dieses Ende, so wird des Kindes Kopf genö.khiget werden, sich von der Schulter, gegen welche erhangt, zu entfernen. Man übereile sich hierbey nicht;man lasse ihn auf der Hälfte oder auch auf dem Dritteldes Weges stehen, den man ihn thun lassen könnte,um ihn gerade zu machen, und befestige das Ende derBinde über der Brust, fo daß der Kopf an dem Orte,wo man ihn hingeführt hat, bleiben muß. Alsdennziehe man, nach einigen Stunden, das Ende der Bin«de, doch ohne die geringste Gewalt, schärfer an, undendlich nach einigen andern Stunden, oder Tagen, dasEnde der Binde noch weiter, bis der Kopf in seinerrichtigen Gleiche steht, und binde es alsdenn über derBrust des Kindes fest, damit es nicht nachlassen kön-ne. Ehe man aber diese Binde umleget, muß manvorher die Seite des Halses, wo der Kopf hinhangt,mit erweichenden und stärkenden Flüssigkeiten reiben,und damit, nach umgelegter Bandage, 2 oder 3 Tagecontinuiren. Am besten nimmt man hierzu Regenwür-meröhl und Branntwein, zu gleichen Theilen warm miteinander vermischt.
Eine der gewöhnlichsten Ursachen der Übeln Stell-ung des Kopfes der Kinder, ist die Nachlässigkeit derWärterinnen, ihnen denselben vermittelst der Haubesteif und gerade zu halten. Dieses so genannte Eul-chen muß auf einer Seite von des Kindes Wickelzeugeeben so angeheftet seyn, wie auf der andern, so daß eSNicht allzu locker, unduuch nicht allzu gespannt ist.
Ein schöner Hals muß ein wenig lang, und mittel-mäßig geschlank seyn; chlein, er muß auch ein wenigvoll seyn, so daß der fo genannte Adamsapfel nicht zusehen ist, vornehmlich bey dem weiblichen Geschlechte.