Halten. ziz
innern Achtung, sondern auch von deren Erweisung.Jemanden warm halten, ihm scharfzusehen, Hin-dernisse zu überwinden geben.
In Ansehung seines eigenen Betragens beyHindernissen, als ein Reciprocum. Sich gut halten,seine Verbindlichkeiten aller Art gehörig erfüllen. Sichhart halten, sich so betragen, als ob man hart wäre.Die Soldaten haben sich gut gehalten. In engererBedeutung heißt sich halten, sich mit gutem Fort-gangs vertheidigen. Die Besatzung halt sich. DieStadt hat sich kaum drey Tage gehalten. SieheHaltbar.
>) Nach einer noch weiter» Figur wird diesesReciprocum auch von unvernünftigen und leblosenDingen gebraucht, und da bedeutet eö, in einem gu-ten brauchbaren Zustande verharren. Das Vieh haltsich gut. DasFleisch hält sich im Winter am besten,wird nicht leicht riechend. Dieses Obst halt sich nicht,bleibt nicht lange eßbar.
In der Mahlerey wird das Zeitwort halten,nach dem Muster des Franz, renir, von der Art undWeise gebraucht, wie der Künstler die Gegenstände be-arbeitet, besonders in Ansehung des Lichtes und desSchattens, der Stärke und Schwäche des Ausdruckes.Die Lichter groß und nicht nahe an einander halten.Die entfernten Gegenstände müssen sanft und leichtan Farbe gehalten werden.
z) Die Fortdauer einer Sache sowohl, als ihr äu-ßeres Verhältniß durch Reichung der Nahrungsmittel,Bezahlung des Lohnes, Tragung der Kosten bestim-men; für unterhalten. Den ganzen Tag Feuer aufdem Herde halten. Offene Tafel halten. Beson-ders in Beziehung auf das dadurch bewirkte Verhält-niß. Bediente, Gesinde, Hunde, Pferde halten.Einem Rinde eine Amme halten. Seinen Rinder»einen Lehrer halten, viel Vieh halten, viel Pfer-II J ds