Hamster. 369
Wenn man alle dir angeführten Aufenthaltsort« unser«Thierchens zusammen nimmt: so kann man Ungarn vielleichtbis Croaticn für die südlichsten, Woronesch nach Hrn. Gm e»lin, oder nach Hrn. Pallas Simbirsk, für die nördlichsten,das westliche Deutschland vom Elsas bis Qstsriesland für diewestlichsten, und das südöstliche Rußland bis zum Jaik nachHrn. Pa llas für dir östlichsten Gegenden, wo Hamster gesuu»den werden, annehmen, da denn von Süden nach Norden nureine Breite von ro Grad, nähmlich vom 45 bis Zysten herauskommt, da hingegen von Westen nach Osten sie sich vom 28 bis77sten in einer Strecke von 49 Grad, ausbreiten.
Der Bau, welchen die Hamster unter der Erdemachen, den man eine Hamsterröhre nennt, ge-schieht mit so vieler Klugheit zu ihrer Erhaltung, alsGeschicklichkeit zu ihrer Bequemlichkeit. Die Ver-schiedenheit des Geschlechtes, des Alters, der Jahrs«Zeiten und des Bodens, veranlaßt eine Verschieden-heit ihrer Bauart. Das Weibchen, da es mit auf dieJungen zu sehen hat, bauet anders, als das Männ-chen. Die kleinen Nester der Jungen im ersten Jah-re sind von den alten verschieden; und so fallen auch,nachdem der Boden locker oder hart ist, die Wohnun-gen bald tiefer und weitläuftiger, bald höher und enger,aus. Doch haben alle vieles mit einander gemein.Eine jede Grube hat wenigstens zwey Löcher, davondas eine schief hinunter, das andere senkrecht herauf,geht. Jenes wird von außen hineinwarcs gegraben,dieses aber von innen heraus gebühret, welches der vordem schiefen Loche liegende Haufen Erde beweiset.Ersteres nennen die Hamstergräber das Schlupfloch,und letzteres das Fallloch, indem aus jenem die Erdeund anderer Unrath heraus geschleppet wird, in diesesaber der Hamster, wenn er nach Haufe kommt, sichhineinstürzet, oder gleichsam hineinfällt. FadriciuShat beym Gssner den Unterschied zwischen dem Erdhau-fen vor dem Loche eines Hamsters, und zwischen demHügel eines MaulwurfeS sehr gut angemerkt, indemKec.Enc.xxiTh. Aa er