Band 
Ein und zwanzigster Theil, von Haf bis Hanf.
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9 6 Hamster.

«tib bekümmern sich nicht so genau, ob ihre Fruchtrein oder mit vielen Hülsen vermischt ist. Der Abend,von Untergang der Sonne gegen Mitternacht, und derMorgen, ehe die Sonne aufgeht, ist es, da dieseThierchen aus ihren Löchern hervor gehen, und ihreNahrung suchen; auch thun sie es am Tage, wenn e«schlecht Werter ist und regnet. Daß sie aber, wie Ei-nige vorgeben, bey solcher Witterung sich haufenweiseauf grüne Rasen versammeln, und mit einander, nachArt der Murmelthiere, spielen, dieses stimmt so wenigmit ihrer zanksüchtigen, finstern und unerträglichenDenkungsarr, als mit der Erfahrung, überein. Umdie Aehren von dem Halme los zu beißen, sollen sie denHalm umbiegen. Was Einige erzählen, daß um dieGegend eines Hamsterloches die Halme ohne Aehrenaufrecht stehen, ist nicht an dem; so offenbar läßt sichihr Diebstahl nicht merken; sondern sie lesen hier undda, in einiger Entfernung von dem Bau, die bestenStängek aus, und vielleicht beißen sie solche an derWurzel ab, und gewinnen solchergestalt die Aehre.Auf was vor Art sie aus dieser die Körner heraus knau-peln,'ist schon oben, S. Z87, beschrieben worden. Siefüllen damit ihre weite Backentaschen, so, daß sie nichtselten in jeder derselben 3 Loth reine Körner haben.Wenn nichts mehr hinein geht, wandern sie damit nachHause, und drücken sie überaus fest in ihre Kammernein. Wenn man sie so mit aufgeschwollenen Backens*)unlerweges antrifft, sind sie sehr leicht zu tödten, jaman kann sie ohne Furcht mit den Händen anfassen,da die freye Bewegung der Kinnladen durch die Kör-ner einiger Maßen gehindert wird. Wenn man ihnen

aber

O Don dem bausbackizen eintragenden Hamster, hat man da»Sprichwort von einem Menschen, der oegierig im Fressen ist,und das Maul vorGeitz lehr voll nimmt, gemacht, daß manvon solchem sagt: er habe be'sde Backe» voll wie ei»Hamster-