Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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Honig.

Das Honig ist i. entweder gezeidelteS, oder ge-ftimtes Honig. Unter gezeidelres oder Scheiben-honig, im Nicders. Maartenhonnig, versteht mandas noch in ftinemRooß oderin den Scheiben befindliche,wie dasselbe aus dem Stocke scheibenweise geschnittenworden; das gefeimre hingegen ist das von seinem Ge«wirke, Rooßwaben oder Wachs geschiedene und reingemachte Honig. Das alte verhärtete Honig in denScheiben, wird Steinhonig, und, weil es die Con»sistenz des Zuckers bekommt, Zuckerhonig genannt,linker Jungfernhonig, Mel virgineum, verstehe»Einige dasjenige, welches von Jungferbienen (L. i.Bienenschwärmen, welche von den ersten Schwärmeneines Stockes in einem Sommer ausziehen,) gesam-melk worden. Bey Andern wird das weißeste undbeste Honig, welches sich in dem obern Theile eines je-den Scockes befindet, besonders so fern es von selbst,ohne Beyhülfe der Wärme, oder ohne vorhergegange-ne Seimung, aus den mit Fleiß ausgesuchten bestenHonigscheiben heraus fließt und träufelt, und weil esbesser, als das durch die Wärme oder auf andere Artvon dem Rooße geschiedene Honig ist, auch daher meh-rentheils ganz weiß, klar, und wie Glas durchsichtig ist(in welchem letzter« Falle es Glashonig genanntwird), besonders aufgehoben wird. Dieses von selbstauS den Waben fli-ßende oder Jungfernhonig wirdauch das Seimhonig, oder der Honigseim genannt.

Ein Ausdruck, welcher in der deutschen Bibel häufig vor.'kommt, im Hochdeutschen aber unqe>röhnlich ist. Er mnktemit der Spitzen in den Honigseim, i Sam. 14, 27. Dei-ne Lippen find rvie rriefender Honigseim, Hohcl. 4, u.Sie sind süßer denn Honig und Honigseim, Ps. ry, 11.Wenn es Luc. 24, 42 heißt: Und sie legten ihm vor einStück von gebratenen Lisch und Honigseims: so ist hierfreylich eine mit solchem Junqfrrnhoniqe noch angefüllte Schei-be oder Wabe zu verstehen; allein daraus folgt noch nicht, daßHonigseim eine Honigscheibe bedeute, wie es Frisch erkläret.Stehe Seim und Sermen.

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