Honig.
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über decket, damit der Dunst des warmen Honiges sichhinein ziehe. Man muß durch Kosten und Riechenversuchen, ob nun der gemeine Geschmack und Geruchvergangen sey. Wäre dieses noch nicht geschehen, sowiederhohlt man das Wärmen des Honiges und dasUeberschlagen der nassen Serviette, so oft, bis manseinen Zweck erreicht hat. Währendem Erwärmenüber Kohlen muß man es mit einem hölzernen Spatelfieißig umrühren. Eben diese Art des Verfahrens wirdauch dazu dienen, daß das Honig seine gehörige Con-sistenz erlange. Denn, gleichwie man den Zucker ver-dicken und von allen wässerigen Theilen entledigen muß,wenn sich die eingemachten Sachen halten und nichtumschlagen sollen: also muß bey dem Honige und an-dern Säften, worein Früchte zur Dauer geleget wer-den sollen, ein gleiches geschehen. Ueberhaupt hältman alsdenn dasjenige Honig für das beste, welchesfein durchsichtig und weiß, oder höchstens nur hellgelbist, auch einen recht langen Faden macht, wenn manetwas davon in die Höhe zieht, so daß solcher Fadenziemlich lang bleibe, und im Fallen kein Geräusch ma-che. Kann das Honig kein Ey über sich tragen, son-dern lässet eS zu Boden sinken, so ist es noch zu dünn.
Zu den diätetischen Zubereitungen aus dem Ho-nige, gehören insonderheit die Honigkalteschale, derHonigwein, Honigbranntwein, und Honigessig.
Zur Bereitung einer - Ralcenschale,
wird Honig in einen Napfgethan, und alsdenn dasGetränk nach und nach darüber gegossen, daß das Ho-nig mit einer Kelle wohl aus einander getrieben, undmit dem aufgegossenen Getränke durchgängig vermi-schet werde, worauf fein zerriebenes Brod dazu ge-schüttet und umgerühret wird. Nicht alles Getränkaber gibt dieser Kaltenschale einen gleich guten Ge-schmack. Lager-oder bitteres Bier ist das schlechtesteGetränk dazu. Süßes starkes Bier ist besser; diesem