Honig. 35
über ist Tisch - öder Speiscbier, welches aber <uid) nichtbitter seyn muß, vorzuziehen. Noch besser ist ganz ge-meiner Kofent, wenn er besonders zu dieser Kalten-Schale aufBouteillen oder Kruken gehalten, und rechtscharf geworden ist. Aber auch dieser gemeine Kofentmuß nichts bitteres in sich haben. Ehe man bitteresGetränk nimmt, sollte man lieber recht frisches Wassererwählen, und Citronschale daran reiben, welches ei-nen vortrefflichen Geschmack zuwege bringt. Je rei-ner und simpler das Getränk ist, desto besser schmecktdie Honigkalteschale. Wenn das Honig in den Töpfenlange gestanden hat, wird es körnig. Wenn diese Kör-ner nicht wohl zerrieben weiden, süßet altes Honig inder Kalteschale kaum halb so gut, als frisches, in glei-chem Maße. Daher ist es am-besten, das körnigeHonig in einem steinernen oder irdenen Gefäße mit einwenig aufgegossenem Getränke zu zerreiben, ehe eS inden Kaltefchalennapf gethan wird.
Die ^oniqkalteschale wird nur für eine gemeine Speisegehalten, muß aber doch auch in heißen Sommertagen, wie dieB>e> kalteschale, vielmahls eine sehr willkommene Gaßspeiseseyn.
In den Nord- und Ostländern von Europa, wowenig oder gar kein Weiuwachs ist, aber viel Honiggewonnen wird, wird aus dem Honige ein Trank zu-bereitet, den man Honigwein oder Mech nennet,wovon im Art. Mech handeln werde.
Auf dem Schwarzwalde bringen Einige das, wasnach dein Ausloss-m des Honiges und Auspressen desWachses übrig bleibt, in ein Gefäß, gießen Wasserdaran, rühren es um, thun etwas Bierhefe» dazu,bedecken es, lassen es gähren, bis das oben herauf gelricbene zu sinken anfängt, und brennen alsdenn aufgewöhnliche Weise einen guten Brarmtwcin daraus.
Um Honigessicr zu machen, nimmt man, bereitserwähnter Maßen, das Honigwasser. Wenn nähm-C 2 tich