§8 Hopfen.
Hopfeubau treiben will, vorher diese Gewächse gezo-gen hat.
Wer keine solche große Strecke zum Hopfenbauwidmen kann, muß wenigstens nahe an seinem Ge-höfte einen Morgen Acker von igo Quadrat-Rüchen,welcher tief liegt, und schwarzgrauen starken Bodenhat, dazu ausmitteln, damit man alle Tage zum öf-tern darnach sehen, auf die Arbeiköleute Achtung ge-ben, auch wegen des Braunkohles, welcher, wie so-gleich zeigen werde, gegen den Herbst darin gepflanztwird, und wegen der kostbaren Hopfenstangen, welcheoft gestohlen werden, sicher seyn könne. Insonderheit,weil wenigstens von allerley Weiß. und Schwarzdorn,Hagebutten, Haseln, KreuHdorn und dergleichenStrauchwerke, ein lebendiger Zaun darum gemachtwerden muß, könnte die eine Seite des Zaunes erspa-ret werden, wenn dieser Hopfengarten sogleich nebendem Obst - oder Küchengarten angeleget würde.
Nachdem, jetzt beschriebener Maßen, ein zum Ho-pfenbau tüchtiger Platz erwählet worden, könnte manzwar den Hopfen aus seinem Samen ziehen; allein ei-nes Theils würde diese Arbeit gar langsam ihre Früchtezeigen, andern Theils möchte auch zu befürchten seyn,daß verschiedene Arten, auch wohl gar unfruchtbare,zum Vorschein kamen; daher ist das Pflanzen vorzu-ziehen.
Will mir» den Hopfen säen, so pflegt man ihn in dieserAbsicht aus dem Frühhopfen im Auguste, aus dem Spätho-psen aber gegen Ende des Sept., wenn die Häupter gelb wer-den, üusjurcibrn.
Es muß aber hierzu der Boden gehörig zubereitetwerden, und zwar entweder den Sommer über, wennMan den Hopfen im Herbste anlegen will, oder imHerbste, wenn man ihn im Frühlinge anlegen will.Im eisten Falle kann man nach Verlauf eines Jahressich einer mäßigen Aernde erfreuen; im andern Falle
erfolgt