Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
Seite
99
JPEG-Download
 

Hopfen. 99

erfolgt die erste AerUde im zweyten Herbste. In bey»den Fällen muß das Land tief riolet (regolek) we^en,obgleich andere das Hopfenland nur graben, oder riefpflügen. Die Pflanzung im Frühlinge bleibt dievortheilhafteste, weil das Erdreich Mehr Zeit gewinnt,sich zu fetzen, und der Rasen zu faulen, indem Frost,Schnee und Luft das riolce Land besser durchdringen,mürbe und fruchtbar machen, auch die Hopfenpflanzenim Frühlinge am besten und häufigsten bekommen,wie denn die Verlorne erste Aernde, die man freilicheinbüßen muß, in den folgenden Jahren mit Wucher:eingebracht wird.

Der Boden wird demnach im Sepk. zuvor gepflü-get, und Mit einem kurzen, fetten und zuvor schon gutverfaulten Miste gedünget. Auf l Morgen werdenwenigstens 15 vierspännige Fuder gerechnet. De*Mist wird lo Zoll tief untergegraben, und das Landmit eisernen Harken egal geharkek. Einige preisen denausgestochenen und untergegrabenen Rastn als dir be.ste Düngung an; andere empfehlen den Schweinmist,weil dadurch die rothe Lohe, Mehlkhau und Erdflöheabgehalten werden sollen, (wovon weiter unten ein meh.reres vorkommen wird). Pferde-und anderer Mistwird auch hier sowohl, wie in andern Fallen, nützlichseyn, zumahl, wenn man bey der Wahl zugleich auf dieeigentliche Beschaffenheit des Erdreiches Ächtung gibt.In den Schriften der kön. schweb. Akademie wird, an-statt deö Mistes, die Gärberlohe angepriesen; diese sollnicht allein besser treiben, sondern sich auch in 10 bis12 Jahren in eine sehr gute fette fruchtbare Erde per-wandeln, die man nachher bey andern Gewächsen mirNutzen gebrauchen kann. Um Nürnberg wird dasHovfenland mit zerhackten wollenen Lumpen , altemLeder, Klauen und Hornspanen, gebünger. Wö dieseanimalische Abgänge in Menge zu haben sind, kannman sie allerdings empfehlen; sie machen nicht niie

G 2 das