Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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109
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Hopfen. 109

Es ist mclkwördig, daß der Hopfen sich allemahl rechts umdie Stangen windet; daher er auch nach der rechten Hand an-gebunden werden muß Denn wenn man ihn links umschlin,gct und anbindet, wenden sich die Ranken doch nut der ober»Sritze, suchen ihren natürlichen Umlauf jur Rechten, undlassen sich von solcher Richtung nie abwendig machen. DieSteig» und Schmmkbohnen (Fassten). weiche man ebenfallsan Stangen aussieht, »nd andere Gewüchss unl)r, als: Con-volvulus l'iandens ic. haben einen T> ieb nach der entgegen ge-setzte» Richtung, sie lenken sich nühmltch i:nks herum, und las-sen sich auch nicht anders gewöhnen.

Wenn die übrigen nachfolgenden Rankenzum Bin-den lang genug geworden sind, hilft niau ihnen eben-falls durch Anheften nach, wiederhohlt bey den fort-wachsenden diese Arbeit, vermittelst einer leichten Bock-oder Garten-Leiter, und bindet sie aufeben die Weisean, doch so, daß nicht über 4 der stärksten Ranken anjede Stange kommen. Dieses geschieht am besten inder Hitze des Tages; denn des Morgens, wenn sievoll Saft sind, sind sie leicht zerbrechlich; durch dieSonnenhitze dünstet etwas von diesem aus, und siesind alsdenn geschmeidiger, und können das Betastenbcssr vertragen. Im ersten Jahre wachsen die Ran-ken nur 5 bis 6 Fuß hoch, und an densilben wächstauch nur wenig Hopsen, welchen man Juirgferho-pfeit nennr.

Wenn der Hopfen auf fettem Boden die Stangenüberwachst, so begibt er sich, wie ich bereits erwähnthabe, wieder herunter, und trägt d-sto stärker. Eini-ge thun den Vorschlag, daß man indem Hopfengar-ten herum gehen oder reiten, und den Hopfen köpfen,d. h. den überwachsenden Hopfen mit einer Spießrutheoder mit einer langen und leichten Stange, woran einkrummes Dorfes Messer befestigt ist, abschlagen solle,damit er desto mehr Frucht trage. Ändere hab n die-sen Vorschlag mit Gründen zu widerlegen sich bemü-het, wie z. B. Hr. Reichark, im 6 Th. seines Land -und Garren-Schatzes, S. 2;, fgg.