Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
Seite
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IIO

Hopfen.

Für das Röpftn deo Hopfens ist untek andern Hr Wek»ßenborn, im Gori). geme-.nnü«. wochenbl. v 28 Aug.17791 S. 35 - Er hält Den Nutzen Diese« Verfahrens für be-trächiilch. Man gewinne dadurch mehr und bessern Hopse«,man erspare vielen Auswand auf Die Stangen, und Die ArbeitDe« Abnchmcns Des Hopfens geschehe leichter, bequemer undvorlherlhafter. Er erklärt sich hierüber folgender Gestalt.

»Wenn Der Hopsen sehr hoch und über Die Eiaogen hin«aus wächst, verwickeln sich Die von einer Stange zur andernlaufenden Ranken vielfach Durch einander, und trerben sehr vie-leS Land; unzählige Blüthen werben auf solche Werfe zuGrunde gerichtet, und es schieben verhältnißmäßig wenige Trä-ger aus. Diesem Fehler kann durch das Köpfen des Hopfensabgeholfen werden. Der Handgriff ist leicht und gar nicht kost-bar- Man nimmt eine lange Ruthe, g-ht durch die Hopfen-Reihen, und hauet die Köpfe ab. Ein Mann kann in wenigStunden einen Hops« steck von 40 Schock aus solche Weisebehandeln.

Durch diese geringe Arbeit wird das Ausschießen sehr vie-ler Träger, folglich die Vermehrung der Hopfens uncemeiubefördert. Unzählige Blüthen, die sonst theils duich das Ver-wickeln der Ranken, theils durch das viele Laubwerk verderben,setzen nicht nur gut au, sondern geben auch, bey verschafftemfreyen Zugänge der Sonne und Lust, desto größere und voll-kommenere Häupter.

Die Ecsparung des Aufwandes auf die Stangen ist eben-falls ein nicht geringer Vortheil. Durch das Köpfen werdendie Ranken verkürzet, und verhindert höher zu treiben. Wennman sich einmahl lange Tanncnstangen, welche in vieler Absichtandern vorzuziehen sind, angeschafft hat, so kann man diesel-ben, weun sie nach etlichen Jahren unten abfaulen, wieder spi-tzen ; dieses kaun nach verschiedenen Zeitläufen etliche Mahlwiedrrhvhlt werden, und die Stangen dletbeu noch immer langgenug, um auf dem fettesten Lande zur Erzeugung des voll-kommensiea Hopfens gebraucht zu werden, da man sonst nachwenig Jahren genöthigt ist, mit vielen Kosten andere zu kau-fen. Hierzu kemml noch ein anderer Borkbeil. Da die gekö-pften Ranken nicht so sehr in einander wachsen, sonder» an ih-ren Stangen bikiben, geht beym Abnehmen nicht so v:e! Ho-pfen, weicher sonst sehr abgerissen wird, zu Grunde, und DasAbnehmen ist nicht s» mühsam und kostbar, als wenn er riehtgeköpft wird.