Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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Hopfen.

Der Nutze» davon war augenscheinlich; denn i) ob mansich gleich in diesem Garten 12 bis 16 Ellen langer Stangenbediente, so wuchsen nicht nur die Ranken selbst völlig hinaus,und waren oben mit großen, einem Hute ähnlichen, Blätternin dem Abstände einer halben Elle versehen, sondern sie triebenauch unter jedem dieser Blatter einen Zweig ober Schuß, des-sen Länge ihn oft der Erde näherte, und der mit eben so gro-ßen Blättern in einem gleichen Abstände, unter jedem ders lbcnaber mit ansehnlichen Häuptern versehen war. 2) Man pflück-te von jeder Stange 1 gutes Pfund rohen Hopfen. 3) Köpfevon der Größe der Hühnerever, die mit kleinen, seinen, grü-oen Blättern zwischen den aelben gleichsam gespickt waren, wa-ren nichts seltenes. 4) Der vorzüglichste Vortheil von einerso kostbar eingerichteten Wäffcrungsanstalt war der, daß in sol-chen Jahren, wo alle umliegende Hopfengärten durch den Ho-nigthau gänzlich verdorben wurden, an diesem, außer geringenSpuren auf den obersten Deckblättern, nichts davon zu findenwar, und der Hopfen selbst nicht aus die mindeste Weise gelit-ten hakte.

Um die Mitte des Julius, oder gegen Ende dessel-ben, um Jacobi, fängt der Hopfen an, zu blühe»,oder, wie es die Hopfengärtner nennen, zu schöpfen,und die Blätter an den Hopfenranken werden ganz har-zig, fett und kleberig. Um eben diese Zeit werden imKüchengarten die Braunkohlpflanzen ihre 'Größe er-reicht haben. Daher alsdenn wenigstens 6 bis 8 Per-sonen, zu einer Zeit, da es geregnet hat, und die Lö«d^er desto besser stehen, einen Tragekorb Pflanzen nachdem andern ausziehen, und sich damit in den Hopfen-Garten begeben müssen. Einige dieser Personen gasenalles vorhandene Unkraut sorgfältig aus; andere ma-chen mit einem spitzigen Stocke Löcher zwischen die Ho-pfenreihen, an dem Rande der Hopftnstühle herum,und zwar jederzeit i Fuß breit von einander; noch an-dere stecken in ein solches Loch eine Kohlpflanze. Hin-ter diese gehen zwey Weiber her, und drücken nicht al-lein die Löcher mit Erde zu, sondern machen auch mitbeyden Händen ein Häufchen Erde um die Pflanze her-um,, daß nur die Blätter oben ein wenig hervor ragen.