Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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Hopfen. 11$

In 14 Tagen nach Erscheinung der ersten Blüthefangt die Fruchr an, sich zu ihrer Vollkommenheit,zubilden. Der Landmann und Hopfengärrner sagt a's-denn: der Hopfen fetzt Glocken. Von dieser Zeitan werden dieselben bey guter Witterung in 3 Wochen,mithin im Anfange des Septembers, reif, und a!> d. nnist die Zeit des Einfammlens des Hopfens, oder dieHopfenäimde.

Das Linfainmlen des Hopfens muß weder zu früh,noch zu spät, geschehen. Geschieht es zu früh, f»fehlt es dem Hopfen an seinen restnösen und schmackhaf-testen Theilen. Geschieht es hingegen zu spät, so ver-stiegt das Mehl, welches an den Blättern der Häu-pter je länger, je lockerer wirb; überdies fallen die in-wendigen Samenkörnchen, worin doch die Meiste Kraftzu würzen enthalten ist, gar aus, und gehen verlor en».In beyden Fällen ist also der Brauer, der den Hopfenkauft, betrogen. Es ist viel zu unbestimmt, wenn manzur Regel angibt, der Hopfen müsse um Aeqidii (wor-unter insgemein die alte Zeit, oder d. 1 Sept., ver-standen wird, abgenommen werden. Die Witterungkann ihn sowohl früher, als auch später, reif machen»Um nun den eigentlichen Punct der Reife nicht zu ver-fehlen, muß man Gesicht, Geruch und Gefühl zu Ra-the ziehen. Der Hopfen hac seine wahre Reife,wenn die Häupter von der weißgrünlichen Farbe zutgelbbräunlichen übergegangen find, wen« sie einen vor-züglich starken und gleichsam recht herzhaften Geruch,den wahren Beweis ihrer Reife, an sich haben, undwenn sie bey dem Angriffe der Oberfläche etwas klebe-riges an den Fingern zurück lassen. Das höchste Zei-chen der Reife ist, wenn man, indem man ein Hauptabreisset, und dessen Blätterchen oder Schuppen auf-hebt, vielen gelben Staub zwischen denselben, welcherbey dem Angreifen an den Fingern hangen bleibt, ge-wahr wird. Man muß daher mit Ausgange des An-

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