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Hopfen.
gustes täglich nach seinen Hopfenpflanzen sehen. Sinddie angegebenen Kennzeichen der Reife vorhanden, somuß man ungesäumt zum Einsammeln Anstalt machen,we,l der allerhöchste Grad der Vollkommenheit undReife dieser Frucht, zugleich die allernächste Siufe derAbnahme und Verschlimmerung derselben zur Seite hat.
Sammelt man den Hopfen, wenn er noch nicht völlig reifist, so hat er zwar eine bessere Farbe, indem er gelblich aus-sieht, welche er auch nach dem Trocknen behält, und er behält«lsdenn auch alle seine Samenkörner, worin das Beste vonIhm besteht. Hierdurch lassen sich viele verleiten, ihn in die-sem Zustande zu sammeln. Lässet man aber den Hopfen völligreif werden, so hat er freylich, wenn er getrocknet ist, keine soschöne Farbe, und lässet auch einige Samenkörner ausfallen.Allein, dagegen hat auch der völlig reife Hopfen seine völligeSubstan,, welche jener nicht hatt und weil er nicht wässerigist, so verliert er auch im Trocknen nicht so viel am Gewichte.Fünf Pfund mäßig reifer Hopfen geben i Pf. getrockneten; und4 Pf völlig reifer geben eben so viel. Wenn daher der mäßigreife aus dem Markte gleich einen hohen Preis hat, so wirddoch, wenn er nicht in jener Differrn, größer ist, der Vortheilallemahl auf der Seile desjenigen Hopfens seyn, den mau völ-lig hat reif werden lassen.
Zur Aernde selbst wird gutes und trocknes Wettererfordert. Es müssen etliche Personen mit sehr schar-fen krummen Gärtnerkneifen (Hippen) die Bande, wo-mit die Ranken untenher angebunden waren, und diesevon dem Stocke selbst etwann H oder i Elle hoch überder Erde abschneiden, dabey aber da- unterste derStange fest halten, damit nicht durch ungebührlichesReissen die Fächser in der Erde verrücket werden, oderSchaden leiden. Hinter diesen gehen einige Männerher, welche durch vorsichtiges Biegen, und mit Anleg-ung der Schulter, die Stangen mit den umschlungenenHopfenranken aus der Erde ziehen, und ohne Verletz-ung oder Zertretung des Braunkohles, dieselben her-aus auf einen leeren Platz tragen; da denn wieder 2Männer stehen, deren einer die Ranken a»n dicken Orte