Hopfen. 125
Man richtet sich genau nach dem Winkelmaße, fügetdie Blechplatten wohl zusammen, und legt jede Platteso, daß die Fugen auf die Mitte der Leisten zu liegenkommen. Wenn daS Gitter also mit Blech belegt ist,macht man 4 Ränder von Brekern daran. Drey vondiesen sitzen fest, der vierte aber muß Haspen haben,und wird, so lange es nöthig ist, eingehängt; wennober der Hopfen trocken ist, und weggenommen werdensoll, lässet man ihn nieder, damit er, ohne zerbrochenzu werden, heraus geschoben werden könne. Wenndas Lager fertig ist, macht man einen Deckel darauf.Dieser muß genau eben die Breite und Länge haben,und aus leichten Brekern zusammen gefügt seyn. Dieinnere Seite wird mit Blechplatten beschlagen, welcheganz flach aufgeleget werden; und dieses kann destoleichter geschehen, wenn dieBreter gehobelt sind. Die-ser Deckel muß von dem obern Boden der Darre flachherunterhängen, ziemlich hoch über dem Lager, dochso, daß er tiefer herab gelassen werden kann, wenn esnöthig ist. Wenn das Bette also gemacht ist, und derDeckel darüber hängt, muß man in dem Winkel derDarre Röhren anlegen, wodurch der Rauch geht; unddann ist alles fertig. Zu solcher Darre braucht manweniger Zeit und Feuer, und fast jede Art des Brenn-Holzes ist dazu brauchbar. Man schüttet den Hopfenauf das Lager, breitet ihn ein wenig mit einem Stäbeaus einander, und fährt damit so lange fort, bis da-Lager 8Z. hoch, und ziemlich eben bedeckt ist. Alsdennzündet man das Feuer an, und erhält es. im Brennen,bis der unterste Theil des Hopfens getrocknet, und dergrößte Theil der Feuchtigkeit von dem ganzen Vorra-the meist verdampft ist. Alödenn lässet man den De-ckel bis auf 10 Z. von der Oberfläche des Hopfens her-unter, und erhält das Feuer in gleichem Brande.Der Deckel wird eben die Dienste thun, welche derHelm eines Ofens leistet, der die Feuerstrahlen zurück
wirft;