Hopfen. 139
es, zu Schaltung der Stangen, am besten, wenn msnauf dem Hopfenfelde einen oder zwey Schoppen errich-ter. Diese lassen sich, wie ich bereits oben erwähnt ha-be, theils im Sommer gebrauchen, damit man untereinem Dache den Hopfen ablesen könne; theils dienensie in« Winker zu Verwahrung der Stangen, daß sie
nicht so leicht schadhaft oder gestohlen werden.
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Weil der Braunkohl nunmehr die Herrschaft indem Hopfengarten, und mithin die Nahrung allein hak,und zu dieser Jahrözeik am besten wachst, so wird uinMartini der ganze Hopfengarten mit Braunkohl über.zogen seyn. Wenn man zwischen Martini und Weih«nachten ökonomisch mit dem Verkaufe verfährt, wirddieser Braunkohl alle Kosten des TagelohncS, so denSommer über auf den Hopfengarten gewendet wordensind, ersehen, so daß der Eigenthümer den ganzen Ho-pfenvorrakh zum Profit hat. Nach Weihnachten,oder, wenn der Braunkohl völlig ab ist, noch vor Weih.nachten, müssen alle Jahr auf diesen Morgen Hopfen«Gartenacker 5 starke Fuder verfaulter Mist gefahren,von einem jeden Hopfenhügel zuvor noch eine Handhoch Erde oben herum abgescharret, und auf dieseStelle etliche Schaufeln voll Mist geworfen werden, ^big tm Monath März, wenn das Wetter günstig ist.'Alsdenn müssen in Zeiten alle Hopfenstangen wieder anihre Orte in die Mitte der Berge mit dem Pfahleifenrecht fest.gestellet, der Zaun herum geheftet, mit Stan.gen auf den Seiten versehen, und im Stande erhaltenwerden. Bey solchem Verfahren wird in weniger Zeitder Hopfen noch viel dichter, stärker und geschwinderaufschießen und ivachsen. Nur muß hernach, wenndie aufgeschossenen Ranken geheftet, und über 1 Ellelang um die Stange gewunden sind, das Behackenauch alle Jahr mit Vorsicht geschehen, auch hernachdas Abschneiden der spathervsrgefchossenen jungen Trie-