Hopfen. 147
sendweise an den Hopfenblättern, gleichsam als anVo-geileime kleben bleiben, und daran sterben, so wäre zubefürchten, wenn man dieselben dem Viehe vorlege«wollte, daß sie ihm höchst schädlich seyn würden.
Einige leiten den Mehl- und Honigthau von einereigenen Art Nachtfalter (Nachrschnrercerling, oderNachtvogel), Phalaena Noctua humuli Lian. Hospfcneule, her, welche ihre Eyer an seine Wurzlnlegt, da denn der ausgebrütete Wurm oder die Ho-pfenmade die Wurzeln angreift, und dadurch die gan-. ze Pflanze krank und geschickt macht, daß die Blatt«Läuse darauf sich ansetzen, und dieselbe vollends ver«wüsten können. Doch könne man die schlimmen Fol«gen verhüten, wenn man, ehe die Raupen sich zu sehrvermehren, die Stöcke mit einer Lauge von Tauben»oder Hühnermiste, oder Tobacksasche begießt.
Eigentlich kann man nicht behaupten, daß die Blattläusedavon komme», weil die Hvpftamadea die Würzet anfresse».Wären die Hopfenmaden in allen Stielen, deren Hopfen Blatt-Läuse hüt, so wäre kein Stiel von denselben ftey. Der Scha-de, den die Hopfeamade den Stielen zufügt» besteht vornehm-lich darin, daß sie die Wurzeln abschneidtt, worin sie oft so weitgeht, daß nur wenige Stränge bleiben, deren Röhren den Ran-ken nicht Rahrungssast genug zuführen können. Wenn tmtidiese Mangel daran leiden, reifen Skängel und Blätter aufeben die Weise, als es das wurmstichige Obst zur Unzeit thut.Solcher Hopfen hat selten, oder doch nur lehr wenig, Blatt-Läuse ; hingegen ist derjenige, der die schönste grüne Farbe haftdiesem Geschmeiße am meisten ausgesetzt.
Die großen Raupen, von welchen, in den Ge-genden bey Upsal, seit einigen Jahren die Hopfenwur-zeln angefressen und oft ganz verdorben worden sind,so daß davon die Pflanze selbst den größten Schadengelitten hat, verdienen um so viel mehr beschrieben zuwerden, je weniger ihrer andere Schriftsteller gedachthaben. Der schwedische Hofmarschall, Hr. CarlDegeer, ertheilt davon, im Z Quartal des I BandesK r feiner