Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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Hopfen. 169

chen aus dem Wasser heraus, legt sie aus das Geschirr, tu wel-chem sie ju Tische gettageu werden sollen, gießt die Brühe dar-über , und besprengt sie mit zerlassener Butter.

Hopfenkeimchen mit einer Butter-Ssß«. Wenn dieKeimchen auf vorgedachte Art abgekocht sind, nimmt manRindsteischbrühe, oder auch (wie bey den Katholiken gebräuch-lich ist,) Petersilienwaffer, schlägt z Eyerdotter darein, undquirlt es, damit es nicht zusammen lause. Alsdenn legt manein Stück Butter nebst etwas Muskatenblüthe daran, lässet esbey einem Kohiseuer dick werden, und fährt mit dem Rührenbeständig fort. Endlich richtet man die Keimchen auf dasjeni-ge Geschirr an, auf welchem sie zu Tische kommen sollen, gießtdiese Brühe darauf, besprengt sie mit zerlassener Butter, undgibt sie hin.

Hopfenkeimchen mit zerlassener Butter. Wenn dieKeimchen geputzt und gesotten sind, beschmiert man einen Tel-ler, oder eine Schüssel, worauf sie angerichtet werden sollen,dick mit Butter, streuet Muskatenblüthe mit ein wenig fein ge-riebener Semmel darauf, legt die Keimchen daraus, und überdiese wieder ein Stückchen Butter nebst Muskatenblüthe, setztes alsdenn aus ein Kohiseuer, deckt es mit einer andern Schüs-sel oder einem Teller zu, und lässet es so dämpfen. Wenn sienun eine Weile über dem Feuer gestanden und gedümpfet ha-hen, können sie aufgetragen werden.

In der Wirthschaft kann man alles von dem Ho-pfen gebrauchen. Daß die Blatter im Norhfalle zumNachbiere gebraucht werden können, ist bereits er-wähnt worden. Außerdem aber sind die Blatternebst den Ranken, sowohl frisch, als getrocknet, kleingchacket, oder in der Häcksellade klein geschnitten, undunter den Häcksel oder die Siede gemengt, ein sehrnahrhaftes Futter für die Kühe. Auch die jungenLämmer fressen die getrockneten Ranken mit den Blät-tern zur Winterzeit gern, und werden davon fett.Man kann auch die getrockneten Ranken, wie Bastoder Mieden, zum Binden des Reisholzes, jumAnbinden der Bäume, und bey dem Pfropfen undOcnliren, gebrauchen; nur muß man sie vor dem Ge-brauche einen halben Tag in Wasser einweichen. Will

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