Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
Seite
198
JPEG-Download
 

l ( ß Hopser,.

jedem Jahre nur go Pf. gerechnet werden, bleiben für jedenMorgen allemahl jährlich rg Pf. Einkünfte übrig. JnEnqlandist cs sehr gewöhnlich, daß ein einziger Mann auf 10, 20, 30lind mehr Morgen Landes, Hopsen bauet. Manche, die wederSorge und Mühe, noch Kosten schollen, damit der Hopfen ausihren Feldern recht gut stehe, nehmen in Einem Jahre von ih-rem Hopsen 2C00 Pf. ein, ung-achkct Arbeit. Düngung, undalles übrige, was zu gehöriger Bestellung desselben erforderlichist, sehr viel Geld kostet.

Der gewöhnliche preis des Hopfens ist in hiesigenGegenden, 7, 8 bis io Rthlr. pro Mispel. In denJahren 1564 und r;68 wurde der Hopfen in derMark mit 12; 1589 , tcr grossen Dürre wegen, mit18, und 1653 mit 24 Rthlr. bezahlet. In andernLändern hüt, in Mißjahren, der Scheffel, anstatt; bis6Gr. i Rthlr. 22 Gr. bis 2 Rthlr. gegolten.

Da der Hopfenbau eine Art von Gartennuhungist, welche den Werth der Landgüter vermehrt, fs kannderselbe bey Güter - Anschlagen und tCapattonennicht gänzlich Übergängen werden. In den königl.preussischen Landen wird bis jetzt noch nicht so viel Ho«pfcn erzeuget, als zu der Consumtion daselbst nöthigist. Der Landmann wird daher beständig noch zu des-sen mehrern Bau ermähnet, und so gar durch ausge-setzte Prämien dazu ermuntert. Um so mehr haben al-so die Tapations-Commissarien zu untersuchen, obderselbe den Umständen eines zn kaxirenderr Gutes ge-mäß, und für dasselbe rathsam sey. Der Hopfenbauist, wie aus dem Vorhergehenden erhellet, mit vielenKosten verknüpft, unter welchen die hauptsächlichstendurch die dazu erforderlichen Hopfensiangen verursachetwerben, Auch erfordert dieses Gewächs nicht nur beyseiner ersten Anlegung, sondern auch jährlich zu seinerUnterhaltung, vielen Mist. Beydes muß daher, wennder Hopftnbau einen wahren Nutzen bringen soll, wohl»y Dtwagung gezogen werden. An Orten, wo keine