Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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Hopfen. 203

Weil, wie ich oben erinnert habe, der Hopfen sichin Säcken am besten aufbewahren lasset, und man aufgedachte Weife eine große Menge Scheffel in einen cn-gen Raum zusammen pressen kann, daher das Scheffel-Maß bey wohl eingepacktem Hopfen ganz unsicher ist:so ist es norhwendrg, sowohl bey eigener Consunr-rion, als bev dem Verkaufe, sich des Gewichtes zubedienen. Es ist leicht ein Verhältniß zwischen Maßund Gewicht zn treffen. Wenn man einen Scheffelgedörrten Hopfen, ehe er gepreßt worden ist, wäget,so weiß man genau, wie viel man auch nach dem Ge-wichte, z. E. zu einem Gibraudc nehmen muß. Undwas den Verkauf betrifft, so hängt es bloß von demV rkänfer ab, denselben nach dem Gewichte einzurich-ten. Die Käufer werden es sich auch um so viel liebergefallen lassen, da sie dabey weniger Gefahr laufen,geringhaltigen Hopfen wie den guten zu bezahlen, undmit dem nähmlichen Maße des Hopfens ein wenigergehopfteS Bier zu brauen, denn der innere Werth desHopfens sieht mit den» Gewichte desselben im Verhält-niß. Solcher Gestalt ist es für Käufer und Verkäu-fer vortheilhafter; und man kann sie beyde mit dembesten Grunde ermuntern, einen Weg einzuschlagen,welcher diesen Handel sehr erleichtern, und Las öftereMißgerathen der Biere vermindern wird. Nur dicjeni»gen werden Bedcnklichkeiten dabey finden, welche, dieschlechte Qualität ihres Hopfens durch das Gewicht zuverrathen, fürchten.

Dir sollten billig, nach dem Vorschlage des gekehr-ten Hrn. Past. Gerinershausen, im 38 St. des wir-rend. wochcnbl. v. I. 1770, 's. 312, künftig allenunfern Hopfen gleichfalls in Säcke thun. Und hierzukönnten Säcke von mancherley Weite genommen wer-den, weil doch mancher Brauer, besonders in kleinenStädten, nicht immer viel nehmen oder bezahlen kann.Man hielte also Sacke zu 8, 16 biö 24 Scheffel, und