Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
Seite
219
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Horizont. 219

Gemählde vorkommenden Gegenstandes; und kcinGe«mahlde, wenn es auch nur eine einzele Figur vorstellt,kann völlig richtig gezeichnet werden, wenn der Mäh.ler nicht immer genaue Rücksicht auf den Horizont des»selben hat. S. auch d'n Art. Perspecnv.

Weil jeder Geg - stand so gemahlt wird, wie wir ihn auseinem einzigen G-uichispuncke s hen, der Gesi6)tspu>ict aber denHorizont bestimmt (s Tb xvii, S. <588): so muß jedes Ge-mählde nur Einen Ho> i.ant huben. Wenn mau uns z. B, ei-ne Landschaft mahlt, so muß >ie so gezeichnet werden, wie wirsie von einer einzigen Stelle sehen. Es würde ein seltsamesGemisch heraus kommen , wenn ein Theil so gezeichnet wäre,wie wir ihn von einem Thurme herunter sehen, ein anderer, sowie er sich zeigt, wenn wit an der Erde stehm. Darum mußder Mahler in dei Zeichnung yir allen Dingen sein n HoUzonlesiietzen, ihn bey Zeichnung jedes Gegenstandes vor Augen Ha-ien, und gewissen daher entstehenden Regeln folgen, damit altes richtig gezeichnet werde. Man sieht bisweilen historischeGemählde von belühmten Meistern, wo Die Gruppen der Fi-guren einen andern Horizont haben, als die Scene, oder dieLandschaft, auf der sie stehen. In diesen Fehler wird jederMahler fallen, der die Regeln der Perspcctiv nicht weiß, oderNicht darnach arbeitet. Aesonbers aber wird er in der Land-schaft angetroffen, deren Theile aus verschiedenen Zeichnungenund so genannten Studien zusammen getragen sind.

Will man die Richtigkeit einer Zeichnung beurtheilen, somuß man ebeusalls sich zuerst bemühen, den Horizont derselbenzu finden. Man entdeckt ihn sehr leicht, wenn nur irgendwoim Gemählde zwey Linien auf der Grundfläche, oder auf einerihr parallelen Flüche, vorkommen, von denen wir wisse-W daßsie in der Natur parallel s yn müssen. Den» diese bey.^ Lini-en bürfea wir nur in Gedanken ggen den hinter» Grund desGemähldes verlängern; sie müssen in einem Puncte zusammentreffen, und dieser Punct ist allemahl in der Horizontal - Linie.Wenn dieseHorizontal-Linie hock über derGrundlinie desGemähl-des liegt, so hak es einen hohen Horizont; liegt sie aber nicht hochüber dieser Grund-Linie, so bat es einen niedrigen Horizont. EinGemähldefällt am vortheilhastesten in die Augen, wenn wir es soansehen können,daß derHorizont deff ibea gerade die Höhe hahausyem das Auge steht. Die Wahl eines hohen oder niedtigen