Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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218 Horizont.

rationnlis, oder astronomicus, Fr. l’horizon vrai, ra-tionel oder astronomique. Endlich pfitgt man auchdie Weite auf dem Erdboden, welche man von einergewissen Höhe übersehen kann, den geographischenHorizont zu nennen, welcher also desto größer ist, jehöher der Ort, von welchem man sich umsieht, und jeebener die Gegend ist.

Eben diese Bedeutung hat das Wort -Horizontauch in gcmahlren Landschaften und andern Ge-mählden, nur mit dem Unterschiede, baß, da in derNatur der Horizont die äußerste Linie, die eine ganzstäche Gegend des Erdbodens von der Lust oder demHimmel abschneidet, oder das äußerste Ende des ohneHügel oder Erhöhungen vor uns liegenden Erdbodens,hinter welchem wir nur Lust oder in die Höhe steigendeGegenstände sehen, ist, man sich in einem Gemählde auchda einen Horizont vorstellen muß, wo die Aussicht indie Ferne durch^etwas vor uns stehendes gehemmekwird. Nähmlich, wenn wir z. B. in der Thüre ei«neS Zimmers stehen, und gerade vor uns auf die, demEingänge gegenüber stehende Wand sehen, so würdeeine an dieser Wand in der Höhe unsers Auges, wa«gerecht längst der Wand gezogene Linie den Horizontbezeichnen. Der M'hl.r muß in jedem Gemähldesteh einen bestimmten Horizont vorstellen. Denn eSmuß immer in dem Gemählde, oder in der Fläche, vonwelcher eS einen Theil bedeckt, irgend ein Punct ftyn,welcher dem Auge dessen, der das Gemählde so an«sieht, wieder Mahler den naküilichen Gegenstand. daer ihn gemahlt, angesehen hat, gegenüberliegt, unddie durch diesen Punct wagerecht gezogene Linie machtdie horizontal - Linie aus. Alles, was im Gemähldeüber dieser Linie liegt, wird von dem Auge von untenherauf, was aber unter ihr liegt, von oben heruntergesehen. Daher hak die Bestimmung des Horizonteseinen Einfluß auf die Zeichnung eines jeden in dem