Hom.
Es geschieht zuweilen, daß Hornthiere, bey demKampfe und Stoßen mit andern Thieren, oder aufan«dere Art, sich die Hörner abstoßen oder abbrechen.Ist alödenn das innere fleischige Mark (der so geranntePeddig) noch flehen geblieben und vorhanden, so ma-che man eine Vermischung von Leinöhl und flüssigemWagenkheer, und beschmiere es damit überall. ÄlS«denn lasse man ei en spitzigen Bemel von Leinwand zu«sammen nahen, der nicht allzu gedrängt über das ent«blößke Mark passet, beschmiere denselben ebenfalls in-wendig mrt gedachter Masse, überziehe damit haSMark, und mache es am Kopfe fest. Wäre aber dasMark mit abgestoßen, so thue man von gedachter Ver-mischung etwas auf die Wunde, und verbinde es miteinem Lappen. Zur Sommerszeit muß man ja dahinsehen, daß die Wunde über und über auf das allerge-naueste bed.ckt, und wider den Zugang der Fliegenverwahrt sey. Hier ist der gefährlichste Ort, wennsich Maden cinflnden. indem sie sich bis in das Gehirnherab fressen, und das Thier völlig verwirren können.
Man findet hin und wieder merkwürdige Beyfpie.le von widernarürlich gehörnten Thieren/ als: Pfer.den, Schafen, Haftn, Wölfen, Kahen, Gänsen,Aenten, Hühnern, Raben rc. von welchen wohl diemeisten allerdings Spiele der Natur gewesen seyn mö.gen. Ich habe verschiedene Nachrichten davon, imZ2 St. des neuen Hamb. Magaz. Lpz. 1769, 8. S.158 fgg. angeführt. Eben daselbst habe auch diekünstliche Art/ Hörner an dem Bopfe der Hahnewachsen zu machen/ beschrieben. Wenn man nähm-lich einem jungen Hahne die Spitze des Spornes anseinem Fuße, zugleich aber auch den Kamm abschnei-det, und den kleinen Sporn, welcher alsdenn nochNicht größer als ein Hgnfkorn ist, in diejenige Spalteoder Scheide einsetzt, welche der Kamin an seinem
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