SZ2 Horn.
eines seichen ästigen Geweihes nennt man dieStange, *ü.dd}« unten, wo er auf der Muschelauffitzt, mil einem höckerigen Rande, der gleich-sam eben Ring macht, umgeben ist, und welchenman die Rose, die ungleichen Hügelchen aber, welchesich darum befinden, die perlen oder Skeinchcn, unddasjenige Ende, welches sich nächst dieser Rose befin-det, die AuLensprossen zu nennen pflegt; s.Th.XXlll,S- 613. Die untere Seite oder Fläche an dem Spie-ße oder der Stange eines Geweihes ist ein wcnig erha-ben, und voll kleiner Spitzen, welche sehr dicht bey-sammen stehen, und dazwischen kleine Höhlungen zu-rück lassen. Die obere und äußere Fläche der Ver-längerungen des Stirnbeines ist ebenfalls so beschaf-fen, daß, indem die Spitzen in die kleinen Höhlungender einen und andern Fläche wechselweise eingreifen,das Gewech mit dem Stirnbeine gleichsam durch einezackige Verglieberung oder Narh zusammen zu hängenscheint. Außerdem hat auch noch daö Geweih eineArt von rauher Haut oder Bast, welcher eigentlichNichts anders als eine Verlängerung der allgemeinenBedeckungen dee Kopfes ist, und, da er viel Blut-und NahrungSgefaßc enthält, des Wachsthum derGeweihes zu befördern scheint. Ueberdies sind die Ge-weihe äußerlich sehr uneben und höckerig, da hingegendie Hörmr mehr glatt und poliert erscheinen.
Wenn ein junges Stück Vieh wohl gehörnt wer-den soll, und das Horn nicht dahin aus wachst, woman es haben will, darf man nur auf derjenigen Sei-te, wo das Horn hinmachftn soll, 2 oder 3 kleine, ei-ne» Messerrücken riefe, Einschuitle an dasselbe machen,so wächst eS, sich uniwendeyd, dahin. Auf solcheMeise kann man das Horn mehrere Mahle herum dre-hen, wie man nur will, und es, wie man wünscht,ziehen.
Es