Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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Horn. 247

dewasser auf, bestreiche mit dieser Solution das Hör«,oder die fertige Hornarbeit, verschiedene Mahl, lassesie jedes Mahl recht trocken werden, und poliere siehernach auf die gewöhnliche Art. Heut zu Tage be-dienen sich die Hornarbeiter folgender kalten Bethe.Man nimmt 5 Pfund ungelöschten Kalk, löscht ihnmit einigen Tropfen Wasser, thut 2 Pf. Mennig hin-zu, und reibt beydes mit guter Seifensiederlauge ab,daß es wie ein starker Br-y oder Mus werde; thut eshernach in eine irdene Pfanne, legt das Horn oder dieHornarbeit hinein, und läßt es etwann 24 St. darinliegen; alsdenn wird eS heraus genommen, mit rei-nem Wasser abgewafchen, mit einem Tuche wohl ge-trocknet, mit einer in Rüböhl eingetauchten Bürste abge-rieben, und zuleht poliert.

Ecne andere schwarze ^ornbeitze. Man nimmt die be-ste Lauge vom Vorsud bey den Seifensiedern. In dieser Lau-ge wird das Horn gesotten, bis es schleimicht und hell wird;alsdenn wird es in kaltem Wasser abgewafchen, und darausnoch einmahl in der Lauge gesotten; endlich wieder in kaltemWasser abgespühlt, und in Nestlerschwärze wieder zwey Mahlabgesotten, und in kaltem Wasser abgewafchen. Zuletzt wirdes poltert.

31 St. der Frank. Sammt. Nürnb. 1761, 8. S. ri.

Wie das Horn blau zu färben, f. Th. V, S.

62z.

Die Hornplatte möge nuu gebeiht oder ungebeihtseyn, so wird sie, um sie zu Kämmen zu verarbeiten,nach dem Pressen kalt in dünnere Platten zerschnitten,oder geörrerr, wie im Art. Ramm beschreiben werde.

Außer den Kämmen verfertigt der Kammmachernoch aus Horn Nachtwächter- und Pulverhörner.Zu beyden nimmt er ungarisches Ochsenhorn. DasNachkwächkerhorn poliert er nur, wie ich bey den Käm-men zeigen werde, und der Klempner fasset es an derwerten Ocffnung mit Messing ein, und seht an dieSpitze ein messingenes Mundstück an. Zu den platt-

Q 4 runden