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runden Pulverhörnern erweicht der Kammmacher einOchsenhorn über Feuer, steckt eine Form, welche dieGestalt ein-s Pulnerhornes hat. in das Horn und preßtes in der oben beschnebenen Presse vlakt. Zuletzt wirdein Boden aufgenagelt, ein Mundstück mit dem Schni-Her zierlich ausgeschnitten, und baS ganze Horn vollere.
Endlich m-'.cht der Kammmacher auch aus HornSch chteln für die Mahler, Brillen - Einfassungenvon gebeitzkein Horn, und noch andere Kleinigkeiten.
Man bedient sich des Hornes wegen seiner Durch«sichtiqkeit, auch anstatt des Glases, und gebraucht eszu Laternen. Insonderheit wissen die Sineser dasHorn auf eine besonders geschickte Art zuzubereitenund zusamtyen zu fügen, daß sie Laternen daraus ma«chen, die aus einem einzigen Stücke verfertigt zu seynscheinen. Die Laternen find eins der vornehmstenGepränge bey den Sinefern; und es wird bloß zu demso genannten Laternenfeste eine erstaunliche Menge ver-fertiget und verkauft; daher ist auch das Laternen-Hornin Tina eine Waare, womit daselbst ein weitstärkerer Handel, als in Europa getrieben wird. Wennauch das Glas m L>zna gemein würde, so ist doch zuzweifeln, ob man jemahls daselbst die gläsernen Later»neu denen vonHorn vorstehen würde,weil jene weit schwe-rer und zugleich zerbrechlicher sind. Der Pater d'Jncar-ville hat Handwerker, welche die Hornlaternen verfer-tigen zu sich koinmen und bey sich arbeiten lassen, umihnen die ganze Arbeit, Nebst den dabey vorkommen-den Hgndgrlffen, recht ablernen zu können.
Die Ginestr gebrauchen zu den Laternen bloß dieweißen Hörner von Ziegen oder Schafböcken. Dieseweichen sie zuvörderst ein, damit sich der schwammichteKnochen, womit sie angefüllt sind, absondere. ImSommer sind 14 Tage, im Winter aber 4 Wochennöthig, bis das Fleisch im Wasser verfaulet, und dasschwammichte Wesen leicht abgeht. Alsdenn faßt man
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