Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
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251
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Horn. 251

hie beyden andern dickeren Platten, zwischen welche dasHorn qeleget wird, dem man aber vorher ungefähr dieHitze eines Plätttifkns gegeben haben muß. Man fas-set dieselben mit Zangen an. Neben diese Platten stelltman 2 Stücke hartes Holz, die einerley Länge undBreite mit demselben, jedoch 5 Zoll , jedes, in derDicke haben. Zwischen diese beyde Stücke Holz treibtman Keile, welche ebenfalls non hartem Holze sind,mit einem Hammer hinein. Die Hornblätter werdenmit einer flachen Zange zwischen die Platten gestellet,und auch so wieder heraus genommen (*). Zunächstder Presse hat der Hornarbeieer zur linken Hand einenOfen, damit er seine Platten heiß machen könne. Auseben diesem Ofen ist ein Platz, wohin man ein Gefäßmit Wasser setzen kann, worin die Blätter liegen, umdieselben allezeit aus dem kochenden Wasser in diePresse bringen zu können. Zwischen gedachten bey-den Platten, welche mit Schlägel und Keil in derPresse zusammen getrieben werden, wird nur ein Blattauf einmahl geprcsset.

Um das Horn zusammen zu lochen, muß der Arbei-ter einen Ofen oder eine Kohlpfanne bey sich haben,damit er seine Zangen heiß machen könne. Er sitzt aufeiner kleinen Bank, und raspelt, unterdessen daß feineZangen heiß werden, die Ränder zweyer Hornblätter,die er zusammen lochen will, das eine auf- und dasandere niederwärts, ab, damit sie, wenn sie auf einan-der gelegt werden, beynahe eben die Dicke haben, wieder übrige Theil des Hornblattes. Man raspelt daranungefähr bis 4§in« breit davon ab. Die Raspel wirdhierbey nicht nach der Lange, sondern nach der Quere

der

(*) Weit bequemer ist dreh hierzu die oben beschriebene deutscheArt zu pressen, vermittelst einer gewöhnlichen Schraubenpressemit einer starken eisernen Schraubenspindel und eiserne» Mnt-ter, da man ungefähr > Dutzend eiserne polierte und dein ge-machte Platten nimmt, zwischen zwey und zwey allezeit ei»Hornblatt legt, und alles zusammen «»ter diese Presse dringt.