Horn. 257
Horn von Thieren, die beynahe von einerley Alter sind,weil alle Stücke eines solchen Werkes alsdenn einerleyBeschaffenheit behalten, und sich auf einerley Weiseverändern. Auch dieses hilft sehr viel dazu, die Fugenin dem gelölheken Hörne zu verbergen.
Alles was bisher gesagt worden, betrifft vornehm«lich die platten Horntafeln. Wenn man ihnen abereine bauchige oder runde Form geben will, dergleichenzu den großen kugelförmigen Laternen oder Ballons er-forderlich ist, so ist die Arbeit langweiliger und schwe-rer, auch gehören anders Werkzeuge dazu.
Man schneidet, in dieser Absicht, nachdem die La-ternen , weiche man machen will, groß werden sollen,einen Model von Pappe, wornach ulle Hornblätter,wovon man ein oder mehrere Stücke zusammen setzenwill, zugeschnitten werden. Man muß wenigstens ic>Stück zu einer Laterne haben, und wenn sie groß wer-den soll, vielleicht wohl mehr als 20, die nähmlichnach dem Pappenmuster zugeschnitten sind; denn einesolche Laterne ist aus mehr als 50 kleinen Stücken zu-sammen gesetzt, weil jedes nach dem Model zugeschnit-tene Blatt wieder selbst aus vielen Stücken besteht.Das Pappenmuster, worüber man das Horn zuschnei-det wird ungefähr so, wie ein Mützenuruster, worüberdie Stücke oder Theile einer Mütze, die eine halb ku-gelförmige Gestalt bekommen soll, zugeschnitten wer-den; doch mit dem Unterschiede, daß die Spitze obenaurgeschni.'len seyn muß, weil eine solche kugelförmigeLaterne oben und un.'en ein rundes Loch behält; esmüssen folglich die zusammen gefügten Stücke Horn ei-ne Kappe sormiren, welche oben ein Loch hat. Beyeinem Ballon von l •§ F. im Durchmesser wird dasLoch an jedem Boden z bis 4 Z. im Durchschnitte.Ehe man aber die zugeschnittenen Theile, woraus diehörnerne Kappe, oder die eine Halbkugel der Laternewerden soll, zusammen löthet, muß man ihnen erstlichOek.EncXXVTtz. R Vik