Band 
Fünf und zwanzigster Theil, von Hom bis Hug.
Seite
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322 Hott. Hottentotten-Blume.

Hort! ein nur bey den Bauern und Fuhrleuten üblichesZwifchenwort, womit sie ihren Pferden zurufen, daßsie fotgehen sollen, da denn noch wohl ein jüh, d. i.geh, oder co, zu, angehänget wird, hott jäh! hott to!

In engerer Bedeutung ist bey eben denselben hott!ein Befehlswort für die Pferde, wenn sie sich rechtswenden sollen, so wie man ihnen in OberdeutschlondundO^ersachsenha! har! in Niedersachsen, höh! rule!und schwude! in Meisten und Thüringen wiste! unsreher! zuruft, wenn sie links gehen sollen. Ha! höh! har!bedeutet alSdenn so viel als her! hierher! weil derFuhrmann auf der linken Seite des Wagens geht, oberauf dem Pferde linker Hand siht. Siehe auch Aah!

Hollen ist noch ein in den niedrigen Sprecharten üblichesZeilworl für gehen, fortgehen Es will mit der Sache mchthonen, e6 will nicht mit ihr fort. Es scheint, so wie casSlavon. choditi, gehen, ein Frequeniativum von gehen zuseyn. Für hott! sagen die englischen Fuhrleute ho! gee ho!und die französischen hur hsur! oder hue ho! so wie die letz«lern für ha! har! oder wist! dia! rufen. , Siehe Schwudeund wist.

Hotte, ein nur in einigen Gegenden übliches Work, ei-ne Butte, d. i. ein hohes hölzernes Gefäß zu bezeich-nen, welches man auf dem Rücken trägt. Derglei-chen sind die -Hotten, womit man in den Weinlesendie Weintrauben zur Kelter trägt. Im Franz, istHom; ein auf ähnliche Art geflochtener und zu gleichemGebrauche bestimmter Korb. In härtern Mundartenlautet es Roye/ Röye oder Räze. Siehe Tragkorbim Art.

Er ist entweder durch Verwechselung der Hauch - und Bla«selante aus Lutte entstanden, oder auch durch eine eben so ge-wöhnliche Vertauschung des Zischlautes mit dem t aus Hofe,ein hohles Gesäß. Siehe auch Hoye.

Hottentotten - Blume. Unter diesem Nahmen be-schreibt der Hofaporheker zu Königsoerg tn Preussen,Hr. D Carl Gottfr. Hagen, im 2 St. des IX B.der bertin. Sammlungen, 1777, 8. S. 113—127,