Januar. 49
Jahre heraus gräbt und auf die Felder führt, derfruchtbarste Dünger werden; bey der wöchentlichenAusmistltng aber muß man nur das Stroh obenhinwegnehmen. AnOrten, wo kein Märgel zu haben ist,kann man sich eines guten fetten Lehmes mit gleichemVortheile bedienen.
4. Man muß das Vieh auch überhaupt bey lieblüchem.Sonnenfchein und warmen Tagen zuweilen ausden Ställen lassen, weil durch diese Ergehung undAuslüftung die Glieder gelenk bleiben und nicht
, krampfig werden.
5. Alan muß alle Tage, so bald man aufsteht,und ehe man zur Ruhe gehl, fleißig nach dem trächti-gen v»ehe und der jungen Zucht sehen, damit, wenneines oder das andere aufsiößig würde, man sofort zuHülfe kommen könne.
6. Man muß aber auch mir der Fütterung spar-sam umgehen, damit man um Lichtmesse wenigstensnoch die Halste davon vorräthig habe, weil diese Zeitfür die Hälfte deö Winters angenommen wird.
7. Was insonderheit das Rindvieh betrifft, somuß fleißig nachgesehen werden, ob die neuen Mägdeauch die ihnen vorgeschriebene Futterordnung beobach-ten. Wenn das Erbsstroh, aus Mangel des Heues,zur Rindviehfütternng kommt, so wird es in diesemund den vorhergehenden Monathen dazu als Häcksel ge-schnitten, auch allenfalls mit anderm Strohhäcksel ver-mischt am nützlichsten verbrauchet. Auch muß dafürgesorget werden, daß stets Häcksel für den folgendenTag in Vorrakh sey, damit der Fütterungsplan nichtverrücket, und das Heu vor der Zeit zn sehr angegristfen werde. Hat man in der Winterung Wurzelge-wächse, z. B. weiße und gelbe Rüben, Runkel-(Mangold-) Rüben, oder Bete, zum Futter in Ver-rath, so muß man fortfahren, sie klein zu stampfen,und, mit Strohhäcksel vermengt, täglich zu geben,
Oek. Enc. XXlX Th. D weil