50 Januar.
weil sie sonst durch Fäulniß zu sehr vermindern undabnehmen. Pastinaken dauern am längsten, und er-frieren nicht, wenn sie in ihsem Lande gelassen, beyoffenem Wetter in den spätern Monathen nach undnach heraus genommen, und zur Fütterung verbrau-chet werden. Mit gekochten und zur warmen Tränk-ung bestimmten Kartoffeln muß man mäßig verfahren»Wenn die einzige anhaltende Tränkung daraus gema-cher wird, kann man dcm Viche gar leicht gefährlicheBlähungen, Verstopfung, und den Tod zuziehen.Die Ställe werden alle 14 Tage ausgemistet. Damitder Stand und das Lager der Thiere in den Winter»Monathen nicht gefährlich werde, mnß der Mist inden Ställen um den zweyten oder dritten Tag mit denrMisthaken gleich gezogen werden, damit das Viehnicht mit dem Hintern hoch, und mir dem Kopfe znniedrig zu liegen komme, und sich nicht damit in dieStricke oder Ketten verwirre und erwürge, auch dasVerkalken der trächtigen Kühe dadurch verhütet werde.Wo vieles Vieh gehalten wird, da hat man auf demHofe so genannte Raufen, welche mit mancherleyStrohe gefüllet werden, damit das Vieh in den Mit-tagsstunden, bey leidlicher Witterung, in der freyenLuft fressen möge. Eine solche Veränderung verursa»chet, daß das schlechte Stroh, welches in den Ställenverachtet wird, von dem Viehe gern gefressen'wird.Wenn das Rindvieh auf dem Hofe getranket werdenmuß, hat man darauf zu sehen, daß bey den Wasser-Trögen kein Eis sey, worauf das Vieh fallen undSchaden nehmen kann« Es muß daher das Eis mireiner Axt rauh gehacker, oder mir Sand gnr bestreuetwerden. Man kann auch das Eis mtt Scrohe oderlangem Miste bestreuen, Wasser darauf sprengen, undbchdes zusammen frieren lassen. Bey dem Tränkendes Rindviehes auf dem Hofe muß die Ordnung emfür alle Mahl eingeführet und beybehalten werden.