Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Januar. 55

ein Merkmahl einer Krankheit an Den Schafen, wennsie nähmlich im Frühlinge die Wolle fahren lassen, eheman sie ihnen abnimmt. Dergleichen anbrüchigeSchafe nun müssen bey Zeiten ausgezeichnet, und vonden andern entfernet werden.

Den Schafen muß man auch zu dieser Jahrszeitdas Futter mit Salzwasser besprengen. Bey gefror.-nein Erdboden, und wenn die Saat mit keinem Schneebedeckt ist, kann man die Schafe mit gutem Nutzendarauf treiben, weil ihnen diese Nahrung nicht alleingesimd ist, sondern weil man auch das andere Futterdabey ersparet.

X. Bey der Pferdezucht insonderheit,

ist i. in Ansehung der strengen Kälte, eben die Vor.'ficht nöthig, wie bey andern Viehställen, daß nähmelich durch Laden oder Strohdecken der Eingang beyden gegen Mitternacht stehenden Fenstern verwahretwerde; doch muß man durch die übrigen Fenster ge,nugsames Lrcht in dieselbe» fallen lassen.

2. Man muß die trächtigen Stuten mit hinlängluchem Futter versorgen, doch nicht zu viel auf einmahl,sondern es lieber öfter und in kleinen Portionen geben.

3. Es ist ihnen auch sehr dienlich, daß man sie-bey leidlicher und lieblicher Witterung über den an-dern Tag, ungefähr 1 Stunde lang, am Zügel aufeine Wiese oder auf ein ebenes Feld führe; doch mußman sie nicht frey laufen lassen, noch viel weniger abereinspannen.

4. Eine gleiche Ergeßung kann man auch den Fülelen bey dergleichen Witterung, um die Mittagszeit, indem Hofe erlauben.

Bey strenger Kälte muß den trächtigen Stutenlind den Füllen das Getränk mit etwas warmen Was-ser vermischet werden; welche Vorsicht auch andernRossen gar nicht nachrheilig ist.

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6. Weil