I z6 Japan.
fett, und gesunder als die holländischen. Es würdeeine herrliche Hülssguelle für die Japaner seyn; dennder Thran, welcher ihnen statt der Mrlch dient, be-hält, wenn er gleich noch so künstlich verfeinert wird,einen unangenehmen Geschmack.
Auch in Ansehung dersi)fcrSe ist die Nachlässigkeitder Japaner nicht zu billigen. Sie sind sehr gut ge-streckt, und sehr geschwinde, ob sie gleich klein sind.Die Japaner bedienen sich ihrer nur vor den Palanki-nen und Kutschen, und auf feyerlichen Reisen. Manbeschlägt sie nicht, weil sie ein sehr hartes Horn haben,und weil die Wege besirndet sind; übrigens lässet mansie nur im Schritte gehen, Der Ackerbau würde ge-wiß bey den Japanern weit vollkommener werden,wenn sie sich der Pferde sowohl zum Pflügen, als auchzum Verfuhren der Waaren, bedienten. Sie machenweitere Schritte als die Büffel; und das hilft sehedazu, viele Arbeit in weniger Zeit zu vollenden.
Der thätigen Einsicht in den Ackerbau ungeachtet,würden die Japaner nicht sehr reich seyn, wenn sienicht eben so geschickte Kaufleute wären. Umsonst be-schützt man den Ackerbau in ausgebreiteten Reichen,wenn man die Handlung verabsäumet. Diese Wahr-heit, welche ich für unwidersprechlich halte, seht einenSulli und Colbert in eine Gleichheit, wenn nicht et-wann dieser Letztere die Felder zu sehr vernachlä» igethat, uin die Städte glänzend zu machen. Aber, manwende ein,, was man will, so kann der Handel nie zuder wahren Stufe seiner Vollkommenheit in Länderngelangen, wo die Raserey ausschließender Gesellschaf-ten herrscht, wy man zu viele Zölle und Einnehmerfindet, wo man von Contrebande spricht u. s. w. Un-eingeschränkte Freyheit ist der Handlung wesentlich; ei-ne Freyheit, welche übrigens den gewöhnlichen Laufhsx Einfuhr - und Ausfuhr - Gefälle nicht verbiethet.