2o6 Jaspiß.
Korn, als auch auf die übereinstimmende Härte, dasFeuerschlagen und andere Eigenschaften. Es findetsich aber auch einfarbiger Jaspiß, daher scheint derBegriff dieses Schriftstellers zu enge zu seyn. Hr.v Ervnsiev ('') sagt, daß unter dem Nahmen Jaspißalle dunkle Kieselsteine, die im Bruche eineiu dürrenThone gleichen, verstanden würben. Er glaubt zu-gleich, daß der Jaspiß keine bekannte Eigenschaft be-sitze, wodurch man ihn von dem gemeinen Kiesel un-terscheiden könne, es rnüsse Leitn diese seyn, daß dieJaspisse leichter schmelzen; ja, wenn man einen Ias-piß mit frischem Bruche und gefärbten Bolus gegeneinander halte, so könne man sie, ohne ihre Harte ge-prüft zu haben, gar nicht von einander unterscheiden.Allein, die Jaspisse haben doch allemahl ein feineresKorn »nd eine lebhaftere Farbe, als die gemeinen Kie-sel; selbst alsdann zeigt sich der Unterschied, wennbeyde angeschliffen sind. Wenn Vinnö (?) den Jas-piß als einen bloßen dunkeln aschgrauen Feldkiestl (Si-lex rupestri'; mutus opacus cmemis) betrachtet, sopasset sein Begriff nicht einmahl auf alle einfache Jas-pisse; so wenig mair dem Wallerius ( 6 ) beyrretenkann, wenn er die Jaspisse hochgefarbre Felbkieselnennt, ob gleich sein Begriff dadurch einiger Maßenbestimmter wird, daß er hinzu seht, er sey von hoher undlieblicher Farbe, obgleich ganz undurchsichtig, und lassesich zu einem vollkommen sthönen Glänze polieren. Hier-mit kommt Hr. v. Bomare (?) beynahe überein. Ersagt: „Dieser Stein ist überhaupt von einer frischen,„sthönen und melirten Farbe, jedoch ganz undurch-„ sichtig. Er ist sehr hart, schlägt mit dem Stahl„leicht Feuer, läßt sich arbeiten wie Marmor, und„nimmt eine glänzende Politur an, weil seine Theile
„auf
(4) Im Versuch einer Neuen Mineralogie, S. 67, f.
(f) SylK-ma Nst. S- 7>, n. i;.
(6) Mineralreich, <S. i:8.
(7) Mineralogie, 1 T>). S. - 7 -.