Iaspiß. 215
Sinopel heissen, enthalten dessen oft so viel, daß man12 bi6 r; Pfund Eisen, welches nach dem Rösten vondem Magnet angezogen wird, aus dem Centner ge-winnt. Daher kommt es auch, daß der Iaspiß, wenner auch das Glühefeuer aushält, ohne seine Farbe zuändern, oder zu springen, oder Risse zu bekommen,dost) in einem starken Schmelzfeuer viel leichter fließt,als andere Kieselarten, und gemeiniglich zu einemschwarzen Glase wird." Diejenigen, welche den Jas-piß von Thonerde herleiten, sagen, daß er vielleichtdurch Abscheidung der ihm beygemischren Alaunerdeentstanden sey. Andere haben dem Iaspiß ein ganzanderes Geschlecht angewieseU. Hr. v. Bomare sehtihn mit dem Jaepachat und Iasponyx unter die Fels-Steine und Wacken. Linnö, welcher ihn in seiner al-tern Ausgabe des Natursystem unter die leides vi-trcfcentes gesetzt hat, bringt ihn unter die Lapides are-natos, und mit den Felssteinen unter ein Geschlecht.Hr. Brückmann hat ihn unter den quarzigen oderglasartigen Steinen. Hr. v. Justi ( 2 *) behauptet gerrade das Gegentheil, denn bey ihm muß man den Ias-piß unter den feuerfesten Steinen suchen. Hr. Car-lheuser ( i4 ) hat ein Geschlecht, welches er Lapidesgranatulos nennet, unter welchen der Iaspiß steht.Hr. Klein ( 2f ) aber, welcher überhaupt gern neueNahmen schuf, um seinen Endzweck dunkel zu schrei-ben, zu erreichen, nennet das Geschlecht, darunterbey ihm der Iaspiß steht, Mattbiolichen.
Was ist aber die Ursache dieser Verschiedenheit im Den-ken? und kann man es denn nicht zuverlässig entscheiden,auf welcher Seite das Recht sey? Ich muß sagen, daßman noch intt dem Iaspiß die wenigsten chemischen Pro-ben angestellt habe, und die wenigsten Schriftsteller habenO 4 den
ich) Grundriß des gcsaiiimtenMineralrcichs, S. 214, §• 4Q^
(24) Elemei.ra inineralogis, S. 28.
(25) Lucubratiun#ula prior de lapidibus.