Iaspiß. 225
defaspiß, Sottnenwendestein, Heliotropius, Ital.Hcliotropio, gt\ Heliotrope, genannt wird, den Vor-zug. Der Nahtne Heliotrop kommt aus dem Griech-ischen, von rjhiog, die Sonne, und ich keh-
re mich, ich wende mich, her, weil er, wie Plinius ( 29 )sagt, wenn er in ein Faß mit Wasser geleget, und andie Sonne gestellet wird, einen blurrothen Schein vonsich gibt. Stella ( 5 °) seht noch hinzu, man könneauch ausser dem Wasser die Sonne, wie in einemSpiegel, die Finsternisse und den untergehenden Mondsehen. Wir müssen die Ableitung für wahr anneh-men, weil die Alten uns dieselbe also gelehrec haben;allein die Probe hält sie keinesweges. P-mius selbstbezeugt, daß dieses insonderheit der äthiopische Helio-trop thue; folglich sieht er es nicht als eine allgemeineErscheinung an, und wenn es das nicht ist, so istauch der Ableirungsgrund nicht richtig. Hsil und26oodward nennen diesen Stein den Blutstein, undder lat. Nahme Lapis länguinarius ist ebenfalls ge-bräuchlich ; Ital. Diaspro tunguigno. Man Hat da-bey aber auf die blutrothen Flecken, die er hat, gese-hen; man muß ihn aber nicht mit dem eigentlichenBlutsteine (Haemaiites) verwechseln, dessen Unterschiedvon unserm Steine ich weiter unten zeigen werde»Boot sagte, daß man den Heliotrop zu seiner Zeit nurschlechthin Jalpis orientalis genannt habe. Hill (?*)fällt dieser Meinung bey, und entschuldigt sie so gar.„Das Hdiotropium, oder der Blutstein," sagter.- „ist auch von dieser Art, und ist sehr wenig von„dem orientalischen Iaspiß unterschiedet, wenn an-
,-ders
t-y) Hifi-, nat, Lib. 37, cap. 10. Caülsa nominis, quoniam dei^iain vas aqua:, folgeren) (blis accendir, fanguineo lepcrcuslu.
C30) InUrpreuimntti getumarum P. 2, c. 7. Eadem extra aquaiaspeculi modo soltm accipit, deprclienditque edipsin, ikbeunrtem lunam ostendcnsi
0 1 ) I» den Anmerkungen jum Theovhrast, S. 127, f»
Oek. Enc. XXlX Lh. P