Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Zaspiß. 2Z5

mann erklärt sich, erwähnter Maßen, und zwar mitRecht, für den Iaüpiß. Hr. v. Cronsted gedenkt seinerzwey Mahl, aber auch als zwey besonderer Steine. Denerste«, den er schlechthin Serpentins antico nennt, hat erunrer den zusammengesetzten Felssteinen als eine Gattungdes Ophiten angesehen, und beschreibt ihn als einen weißenSrein mit runden schwarzen Drüsen. Der zweyte, wel,«Der bey ihm Serpantino verde antico heißt, und eigentlichder Stein, von dem ich hier spreche, ist, steht bey ihm un-ter dem Porphyr, und wird als ein grüner Porphyr mithellgrünem Feldspathe beschrieben. Hr. Vogel ( 43 ) siehtihn für einen kieselichten Stein an, und nähert sich also derMeinung des Hrn. Brückmann; denn der Iaspiß istein edler Kiesel. Eben das behauptet Pott ( 44 ), ob erihn gleich insonderheit unrer die grünen s'axa bringt, undihn solcher Gestalt von den Kieselsteinen ausdrücklich unter-scheidet.

Brückmann und Pott behaupten, daß der Serpentin«,antico der «Dpbit der Alten sey, ob man gleich in denSchriften der Alten keine entscheidende Nachricht darüberfindet. Indessen sind doch alle diejenige Stücke, die manaus Italien zu uns bringt, und für antiken Serpentinsteinausgibt, nach Hrn. Diac. Schröter's Urtheile, nichtsowohl ein Serpentinstein, als vielmehr ein jaspißartigerStein, wie unser Serpentino antico ist.

Ob der Serpentino antico, und der Serpentino verde «n-tico, zwey verschiedene Steinarrcn seyn, ist noch nicht ge-hörig entschieden. Brückmann nimmt beyde Nahmenfür gleichgeltend an, Cronsted aber trennt sie; und wennsein serpentino antico weiß ist, schwarze Flecken und kalk-artige Theile hat, so gehört er freylich nicht hteher, aber. es gebührt ihm auch der Nahme eines antiken Serpentin-Steines nicht.

Man nimmt durchgehends an, daß der serpentino«ntico ehemahls aus Aegyplen, Arabien und Grie-chenland, nach Rom gebracht worden sey. Man ver-fertigte daraus Säulen und andere Zierratheu; undzu unsern Zeilen werden Dosen und andere Stücke

dar-

(4;) practisches Mineralststem, S- io;, f.

(44) Erste Fortfetz. der Likhogeognoste, S. so-