Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Jaspiß.

Wenn der Jaspiß mit dendritischen Figuren, als:Bäumen, Sträuchen, Wäldern :c. bezeichnet ist,wird er dendritischer Jaspiß, Jaspis dendntica,Dendrojaspis, §r. Jal'pe arboriföe, Holl. gearboriseer-de Jaspis, genannt. Er gehört folglich unter diemehrfarbigen Jaspisse, obgleich seine Grundfarbeallemahl einfarbig ist. So wird z. B. im LeersischenCatalogus, S. 188, ein grauer dendritischer Jaspiß,jaspe rare arborilLe de gris, angeführt. Es bedarfkeines Beweises, daß solche baumähnliche Figurenauf dem Jaspiß eben das seyn, was dergleichen Figu-ren auf allen Dendriten sind, nähmlich zufällige Bild-ungen. Wenn Einige auf dem Jaspiß Krämer gese-hen haben wollen, so sind es vermuthlich nur zufälligedendritische Figuren gewesen, welche sie für wirklicheKräuter gehalten haben. Uebrigens ist der dendriti-sche Jaspiß sehr selten. In dem Leersischen Verzeich-nisse kommen nur zwey Beyspiele vor. In dem her-zog!. Cabinet zu Weimar findet sich, wieHr.Tchrötermeldet, ein jaspißartiger Stein mit schwarzen eisen-haltigen, dendritischen Figuren.

Ueber> die Entstehung des Jaspisse-, sind diemeisten Naturforscher darin einig, daß er aus Thonentstanden sey. ÄZalch ( +9 ) erklärt dessen Entsteh-ung folgender Maßen: „ Der Jaspiß entsteht aus ei-ner Congelation, wenn nähmlich das Wasser mit zar-ten, fremden, thonigen Erdtheilchcn dermaßen ge-schwängert ist, daß es nicht bloß trübe, sondern gardick wirb, und folglich seine Durchsichtigkeit gänzlichverliert, der Thon aber ein gemeiner Thon ist."Baumer (*°) nimmt Thon und Eisen an. „In dem„Bruche," sagt er: „gleicht er einem dürren Thone,

^ „und

(49) System«». Steinreich, 2 Tl>. S- 67.

ifo) Narurgesch, de» Minerale. Th. >, S- » 55 , f.