Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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267
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Iauer. 267

Die Scluiee-oder Riesenkoppe ist der Höchste Bergdes Riesengebirges und in Schlesien, ja, einer derhöchsten Berge in Europa. Es raget, als ein Riese,unter den benachbarten auch hohen Bergen hervor,und ist die meiste Zeit des Jahres mit Schnee bedeckt.Diejenigen, welche ihn bestiegen haben, berechnen denWeg, von seinem Fuße an bis zu seinem höchstenGipfel, auf 3 deutsche Meilenund Cpb. SchilUna,ehemahliger Rector zu Hirschberg, soll durch mathe-matische Werkzeuge ausfundig gemacht haben, daßseine senkrechte Höhe Zo Stadia, oder 22522 rheinl.Schuh betrage. Wenn .diese Höhe gewiß wäre, sowäre dieser Berg der allerhöchste in Europa; allein,es ist an der Richtigkeit der Messung sehr zu zweifeln.Denn wenn der Berg diese Höhe hatte, so wurde seinGipfel nicht nur die meiste Jahrszeit, sondern beständ-ig mit Schnee und Eis bedeckt, lind die Kälte auf dem-selben weit heftiger und unerträglicher seyn, asö siewirklich befunden wird. Der höchste Gipfel ist einsteiniger, steiler und hoher Fels von weitem Umfange,auf welchen Chriftopl) Leopold Graf von Schafgvrsch(dessen Familie dieser Berg gehört,) 1668 eiue Capelleerbauen lassen, welche 1681 eingeweihet, und demheil.Lorenz gewidmet worden ist, und in welcher jähr-lich fünf Mahl römischkatholischer Gottesdienst gehal-ten wird, nähmlich am Feste der h. Dreyeinigkeit, anMaria Heimsuchung, am Tage des h.Lorenz, an Masriä Himmelfahrt und Geburt. Von diesem höchstenGipfel sagt man, er sey 4500 rheinl. Schuh über dieumliegenden hohen Berge erhaben; der Weg an dem-selben hinan, werde, von dem sögenanmen Kamm an,eine kleine deutsche Viertelmeile geschähet; und dersteinernen Stufen, auf welchen man hinan steige, wa-ren n bis l 2200.

Das Fürstenkhum bringt zwar nicht fo viel Getrei-de Hervor, als zum Unterhalle seiner zahlreichen Etn-

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