Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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268 Jauer.

wohner erforderlich, ist, (ob gleich der lembergischrKreis, und zum Theil auch der bunzlauifche, einenUeberstuß Voran haben,) es hat aber anders natürlicheVortheile und Nahrungsmittel. Die Berge sind mitHolze reichlich bewachsen; insonderheit hat der bunz-lauische Kreis die größten Wälder in Nieder-Schle-sien. Es sind Steinkohlen und Mühlsteine vorhan-den. In den Bergen liegen viele Erze verborgen;Eisen- und Kupfer-Bergwerke werden auch wirklichbearbeitet. Ueber Hirschherg am Riesengebirge findetman Topase, Amethyste, Chalcedone, Opale, Car-negie, und andere Edelsteine. Man hat einen Sauer-Brunnen und berühmte warme Bader; s. Th. XXIII,S> 7S5/ fgg. Der Hirschbergische Kreis ist einSchauplatz unzähliger natürlicher Merkwürdigkeiten.Von den Manufacturen und Fabriken werde ich her-nach handeln.

Die Elbe hat hier am Riosengebirge ihre Quellen.Die Iser hat sie hier ebenfalls und zwar auf der Jser-Wiese unter dem Riesengebirge, tritt aber bald in Bö-heim ein. Der vornehmste Fluß, welcher das ganzeFürstenthum, der Länge nach, d. i. von Mittag gegenMitternacht, durchstießt, ist der Lober, welcher ausdem Fürstenthume Schweidnitz kommt, unweit Kup-ferberg in das Fürstenthum Jauer eintritt, und unterLeschen dasselbe wieder verlässet, indem er in das Glo-gauische tritt. Der (Uueis, Qmilus^ welcher hierseinen Anfang nimmt, hat eine doppelte Quelle: eineauf der Jserwiese, welche nach Fegebeutel, Queiseund Friedberg fließt; die andere über dem Dorfe Gieh-ren oder gar über Egelsdorf, welche nach Steinauund Queisbach stießt, und sich bey Friedberg mit derersten vereiniget. Bald darauf macht der Queis dieGränze zwischen dem Fürstenthume Jauer und derOber-Lausitz, und vermischt sich endlich im Fürsten-chume Sagan mit dem Bober. Die wüthende

Neyße