Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
Seite
290
JPEG-Download
 

90 Icaco.

Miller. Diese Sorte wächst in Süd - Amerika undWest-Indien, insonderheit aber nahe an dem Meere,auf der Bay von Honduras, und den bahamischenund caraibischenInseln, wild, Sie macht einen stau-denartigen, von 3 bis höchstens 10 Schuh hohenStängel, welcher verschiedene Seitenzweige treibt,die mit einer dunkelbraunen, weißgesteckten Rinde be-deckt sind. Die Zweige sind mit Wechselsweise stehen»den, kurzstieligen Blattern beseht, welche ungefähr2 Z« lang, ziemlich rund, stumpf, ungekerbt, glattund glänzend, und von einer dicken lederartigen Sub-stanz sind. Aus den Flügeln der Blätter, ingleichemaus der Abtheilung der Zweige, kommeri die Blumenheraus, welche in lockern Büscheln wachsen, klein,weißlich und ohne Geruch sind, und viele StaubfädenHaben, die mit den Blumenblättern zusammen han-gen, und sich mit gelben Kölbchen endigen. Auf dieBlüthen folgen cyrunde Früchte oder Pflaumen, wel-che ungefähr r Z., oder etwas darüber, dick, zuwei-len ganz.glatt, zuweilen aber der Länge nach mit 5 bis7 Furchen gestreift sind. Die Farbe ihrer Haut ist,nach Beschaffenheit des Bodens, bald hellroth, balddunkelroth oder schwarz, bald blau, bald gelb, baldweißlich, bald aus allen diesen Farben gemischt. Dasunter dieser Haut befindliche wenige Fleisch ist weiß,und hat die Consistenz eines gekochten Apfels, und ei-nen, zugleich etwas zusammenziehenden, nicht nnan-genehmen Geschmack. Der Stein dieser Früchte istvon verschiedener Figur, allemahl aber oval zugespitzt,,runzelig, und zuweilen mit 5 bis 7 Ecken versehen; erenthält einen hohlen, süßen, eßbaren Kern von glei-cher Gestalt. Man genießt die Früchte entweder roh,oder mit Essig eingelegt. Die Spanier auf der InselCuba machen eine Conserve daraus.

2. purpurroche Lacaopflaume, 'caco Fructupurpureo Pltrn. Chrvsobalanus purpurea, foliis de-

com_