Bey denjenigen, welche schwach genug dazu find, ihrenCharacter vou äussern Umstanden, z. B- von ihrem Stau-de, von ihrem Vermögen, von ihrer Schönheit, und oftvon noch größer» Kleinigkeiten, einrichten zu lassen, hatauch alles dieses «ine» großen Einfluß auf den Ton derAussprache des Ich, und macht es sehr veränderlich.Wie sehr ist der Ton der Aussprache des Ich eines Edel-mannes , von dem Ich des Bauern; das Ich des Post-Meisters, von dem Ich des Postilliones; das Ich desKirchenrachcs, von dem Ich des demüthigen Candldaten;wie sehr sind überhaupt alle die Ich der verschiedenenStande, bey allen denen Leuten, welche, erwähnter Ma-ßen, keinen Character und kein Herz, welches über ihrenStand erhaben ist, besitzen, von einander unterschieden!Dieser Unterschied ist vorzüglich alsdann leicht zu bemerken,wenn diese Personen mit einander in Gesellschaft sind, undsich mit einander unterreden. Wenn das geendigt ist, sonimmt jeder gemeiniglich den Ton des Ich, welcher ihmeigenthümlich ist, wieder an, und die Veränderung wird oftso groß, daß sie gerade das Gegentheil von dem vorigenausmacht.
Diese Verschiedenheit des Tones in der Aussprache desWortes Ich, erstreckt sich, im Ganzen genommen, sogarauf verschiedene Lander und Städte. Das Ich in den de-mokratischen Cantons der Schweiß, klingt anders, als dasIch in den aristokratischen; daö Ich des Spaniers an-ders, als das Ich des Holländers; das Ich des Franzo-sen macht einen ganz andern Ton, als das Ich des Eng-länders. Das Ich des Deutschen — Doch das ist so ver-schieden, als die Character? der verschiedenen Bewohnerseiner Kreise sind. Das Ich des Brandenburgers, ist vondem Ich des Sachsen sehr verschieden. Mit den großenScadle» ist es eben so. In einigen, wo die Menschen zurVerschönerung der natürlichen Ordnung, und um sich destomehr von den Wilden zu unterscheiden, in Classen vertheiltfind, hat sogar jede Classe ein eigenes Ich, und ist sehr ei-fersüchtig darauf, daß ja keine andere C asse den ihr gehö-rigen Ton des Ich annehmen möge. Das Ich einigerStädte ist den Fremden verhaßt; daS Ich anderer gefälltihnen.
Noch eine Art von Leuten muß ich anführen, die einensihr veränderlichen Ton des Ich haben, dte^bey dem besten
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