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Jesuit, der Nahme eines vom heil.Jgnatius von Loyola,unter dem Nahmen der Gesellschaft Jesu, §. SooetasJesu, Fr. la Compagnie ou Societe de Jesus, gestiste-ten, vom Papst Paul UI. im I. 1540 und 154z be-stätigten, seit einigen Jahren aber in den mehrestenStaaten aufgehobenen, doch zum Theil auch wiedererrichteten, geistlichen Ordens, welche das rridentin-ische Concilium Clericos reguläres nennt; nach deinLat. Jesuita, Fr. Jesuite.
Gerade um die Zeit, als Luther und Calvin durchihre Trennung von der römischen Kirche, die Grnnd-Feste des päpstlichen Stuhles erschütterten, fand der-'selbe an dem neu errichteten (Orden der GesellschaftJesu eine kräftige Stütze; und was ihm von den Re-formatoren auf einer Seite entrissen wurde, das ge-wann diese Kriegs-Schaar Jesu und des Papstes aufder andern Seite doppelt wieder, indem sie durch ihreMissionen einen großen Theil der übrigen Welt zumchristlichen Glauben brachte, und Feuer und Schwertzu Hülfe nahm, wo freundliche Ueberredung undGründe nichts fruchten wollten. Keine Ordensgersellschaft hat sich so weit ausgebreitet, und einen sogroßen Einfluß in die politische Verfassung der Staa-ten gehabt, als diese. Es verdient daher eine kurzeGeschichte der Errichtung, des Geistes, 0erGefeye, der Regierung, und der Schicksale die-ses so berühmten (Ordens, in gegenwärtigem Werkein aller Absicht eine Stelle.
Wenn inan die geschwinden Schritte, mit welchendiese Gesellschaft sich dem Neichthunie und der Machtgenähert hat, die bewundernswürdige Klugheit, mitwelcher sie regiert ist, und den unermüdeten systemat-ischen Geist, mit dem alle ihre Plane ausgeführt sind,überdenkt: so könnte man leicht dazu gebracht werden,dem Erfinder dieser besondern Einrichtung einen ar.sser»ordentlichen Verstand zuzuschreiben, und voraus zu
fetzen.