Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Jesuit. 371

ten Plahe wurde eine Schandsäule errichtet, mit In,schristen, welche für den Orden der Gesellschaft Jesunicht sehr rühmlich waren. ^

Hierauf erfolgte im I. 1594, die förmliche Ver-bannung der Jesuiten aus Frankreich, mit den Wor-ten: Ordmne, qtie les Prctres et ecoliers du Colllge d*Ckrmonl, tous Mitres foi-difant de la dite Socii le\CQtntnc corrupteurt de la jeunrße , perturbateurs du re-pos public, enncmis du Roi de l’Etat, vuideront de-dans trais jours apres U ßgnification du press t a> ret,hors de Paris autres uille, & lieux oh fönt leurs Col-leges, & quitizaine apres hors du R-yaume, fitr pciue,oh ils feront tronoss, le dit tems paßt', d'etre puuiscomme criminels & coupables du dit crime de leze-Majefle.

Nach einer solchen Verabschiedung hätte tttcmwohl nicht vermuthen sollen, daß die Jesuiten wiederjemahls Fuß in Frankreich bekommen würden; unddoch waren kaum neun Jahre verflossen, als sie mirallen Ehren wieder in Paris einzogen, und, aller Wi-dersprüche vieler kluger Staatsmänner ungeachtet,vollkommen in ihre vorige Rechte wieder eingesehetwurden. Heinrich IV., an den sie eine Vertheidig,ung gegen alle Beschuldigungen hatten überreichen las-sen, redete ihnen im Parlamente selbst Las Wort, ließdie Schandsäule wieder niederreissen, baueke ihnen einprächtiges Collegium, und wählte sich einen von ihnenzu seinem Beichtvater. So ging also die GesellschaftJesu in Frankreich aus der Asche des unglücklichenGuignarv nur desto glänzender wieder hervor. Manwollte damahls schon bemerkt haben, daß mit den.Je-n stitten zugleich die Musen aus Frankreich entwichenseyn; daß die Schulen, nach ihrer Verbannring, inVerfall zu gerathen, angefangen haben; daß sich indem Reiche der Wissenschaften wieder Barbarey undFinsterniß allmählich verbreitet habe, und was der-Aas glei-